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Hanau, 11. Dezember 2015
Projekt „Fraunhofer in Hanau“ macht Fortschritte

Bei einer Begehung des zukünftigen Baugrundstücks für das geplante Gebäude der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V. auf der ehemaligen Wolfgang-Kaserne, konnten sich Erika Schulte, Geschäftsführerin der Hanau Wirtschaftsförderung, und Thomas Müller von Terramag, der im Auftrag der Stadt Hanau Konversionsliegenschaften entwickelt, vom Voranschreiten des Projekts überzeugen. Gemeinsam mit Prof. Dr. Gerhard Sextl, dem Leiter des Fraunhofer ISC, und Prof. Dr. Rudolf Stauber, dem Leiter der Fraunhofer-Projektgruppe IWKS, sowie Maria Müller, Leiterin der Fraunhofer-Bauabteilung aus München, und Dr. Ulrike Mattig, Referatsleiterin beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, wurde die Liegenschaft in Augenschein genommen.

„Ich bin wirklich beeindruckt davon, wie schnell die Stadt Hanau das Grundstück geräumt hat und zur Baureife bringt“, stellt Bauabteilungsleiterin Müller fest. Die Begehung diene unter anderem dazu, sich einen Eindruck von Gelände und Nachbarschaft zu verschaffen und zu klären, wie die neuen Gebäude ausgerichtet würden. Müller war zudem angetan von der Attraktivität der Liegenschaft, die an ein Waldgebiet grenzt und mit viel Grün aufwarten kann. Prof. Dr. Sextl hob vor allem die ideale Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zum Industriepark Hanau-Wolfgang hervor: "Damit lässt sich eine perfekte Vernetzung mit Industriepartnern realisieren, die heute auf die Verfügbarkeit von knappen Ressourcen angewiesen sind und für die Zukunft Substitutionsmaterialien benötigen."

Wie die Vertreter von Fraunhofer berichteten, seien die Planer für das in Hanau geplante Gebäude beauftragt, das Architekturbüro Hammeskrause aus Stuttgart erarbeite den Entwurf. Der Vorentwurf könne voraussichtlich im Frühjahr 2016 auch der Öffentlichkeit gezeigt werden. OB Kaminsky freute sich über die guten Nachrichten vom Fortschritt des Projekts. „Ich bin schon sehr neugierig, auf die Architektenentwürfe“, sagte er. „Die Tatsache, dass sich die Fraunhofer-Gesellschaft dauerhaft mit einer Einrichtung in Hanau niederlässt, ist ein großer Gewinn für den Wirtschaftsstandort Hanau und ein großer Schritt zum Wissenschaftsstandort Hanau.“ Er danke dem Land Hessen für die großzügige Förderung, die das Projekt zu 50 Prozent finanziere und somit ermögliche. Weitere 50 Prozent werden vom Bund über das Bundesministerium für Bildung und Forschung eingebracht.

 

Hintergrund:

Bereits seit 2010 bemühte sich Hanau um die Ansiedlung der Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS. Im Juni 2012 gelang im Industriepark Wolfgang in Räumen der Firma Umicore die Ansiedlung des hessischen Teils der Projektgruppe IWKS, die an das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC in Würzburg angegliedert ist. In Kooperation mit den Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet und unter der Leitung von Prof. Gerhard Sextl und Prof. Dr. Rudolf Stauber erforscht diese seither – in enger Kooperation u.a. mit der TU Darmstadt, Prof. Oliver Gutfleisch, und der Justus-Liebig-Universität in Gießen - die Möglichkeiten der Substitution kritischer Rohstoffe beispielsweise für Hochleistungsgeneratoren in der Energietechnik oder für energiesparende Beleuchtungssysteme. Ziel der Forschungsgruppe ist es, sich als eigenständiges Fraunhofer-Institut zu etablieren.

Um als bevorzugter Standort im Rhein-Main-Gebiet in die engere Wahl zu kommen, musste die Stadt dem Fraunhofer Institut bis Januar 2014 ein geeignetes Grundstück zum Kauf präsentieren, auf dem es ein eigenes Gebäude errichten kann. „Es war kein einfacher Weg und wir hatten potente Mitbewerber. Aber unsere gemeinsam vorgebrachten Argumente haben letztendlich zu der Entscheidung der damaligen hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst Eva Kühne-Hörmann geführt“, erinnert sich Kaminsky.

Auf dem Gelände der ehemaligen Wolfgang Kaserne - in unmittelbarer Nachbarschaft zum Industriepark Wolfgang - kaufte die städtische Tochtergesellschaft Hanau Bauprojekt GmbH von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben mehrere Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 46.700 Quadratmetern. Eines der Grundstücke mit rund 16.700 Quadratmeter Fläche bot sie der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V. zum Kauf an. Im Herbst 2014 stimmten die notwendigen Gremien der international renommierten Forschungseinrichtung dem Erwerb der Fläche auf der ehemaligen Wolfgang Kaserne in Hanau zu und fällten somit endgültig die Entscheidung für einen Standort in Hanau.

Im Mai 2015 unterschrieben die Vertreter der Fraunhofer Gesellschaft im Hanauer Rathaus den Kaufvertrag für das rund 1,7 Hektar große Grundstück, das in unmittelbarer Nachbarschaft zum Industriepark Wolfgang liegt und das Unternehmen ALD Vacuum Technologies GmbH zum Nachbarn hat.

 



Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664




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Begehung Fraunhofer
Vertreter des Fraunhofer Instituts und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst bei der Begehung des Grundstücks. Im Hintergrund sind die ALD-Gebäude zu erkennen.


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