21. Dezember 2015. Das Radfahren in der Fußgängerzone Obere Königsstraße ist ab Jahresbeginn 2016 in der Nebenzeit von 20 bis 9 Uhr wieder möglich. Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern sollten in diesem Zeitraum vermeidbar sein. Auch in der Unteren Königsstraße, zwischen dem Königsplatz und der Kreuzung Am Stern, ist das Radfahren von 20 bis 9 Uhr wieder gestattet - allerdings erst nach Abschluss der Umbauarbeiten im Sommer 2017. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die erforderlichen Beschilderungen.
„Ich freue mich, dass die Radfahrer in der Nebenzeit wieder die Königsstraße, abseits vom Kfz-Verkehr, befahren dürfen“, sagt Anne Grimm, Radverkehrsbeauftragte der Stadt Kassel. „Für viele Radfahrer ist dies trotz mehrerer Alternativrouten die attraktivste und topografisch günstigste Radverkehrsverbindung.“
Für die Entscheidung zur Neuregelung hat eine städtische Arbeitsgruppe vorhandene Unfallstatistiken für Kassel überprüft und Ergebnisse eines Städtevergleichs ausgewertet. Außerdem wurden die Öffnungszeiten der Geschäftsanlieger berücksichtigt.
Im Betrachtungszeitraum zwischen 2011 und 2015 ereignete sich während der ursprünglichen Freigabezeit (19 bis 11 Uhr) nur ein Unfall. Dieser geschah unter Alkoholeinfluss. Zudem ergab ein groß angelegter Städtevergleich, dass über 90 Prozent der teilnehmenden Städte den Radverkehr in ihren innerstädtischen Fußgängerzonen zeitlich begrenzt oder ganztägig freigeben. Das Modell der zeitlich beschränkten Freigabe kommt mit etwa 65 Prozent am häufigsten vor. Die Freigabezeiten richten sich in der Regel nach den Geschäftszeiten.
In die Planung der Radverkehrsfreigabe für die Obere Königsstraße waren unter anderem die Radlerverbände ADFC und VCD, das Radforum Region Kassel, die Polizei, die Verkehrsbehörde, die KVG sowie das Ordnungsamt eingebunden.
Hintergrund: Die Königsstraße wurde im Januar 2015 für den Radverkehr wegen Konflikten mit Fußgängern gesperrt. Im Mai 2015 bat die Stadtverordnetenversammlung die Stadt zu prüfen, ob die Königsstraße für den Radverkehr in der Nebenzeit wieder freigegeben werden kann. Eine Arbeitsgruppe hatte daraufhin vorhandene Unfallstatistiken ausgewertet sowie Ergebnisse eines Städtevergleichs untersucht
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