Stadt Kassel plant mit Universität neue Drei-Felder-Sporthalle

18. Januar 2016. Im Bereich des Sportzentrums Auestadion in Kassel könnten eine neue Drei-Felder-Sporthalle sowie ein neuer Kunstrasenplatz entstehen. Gemeinsam mit der hiesigen Universität plant die Stadt Kassel die Realisierung der neuen Sportstätte. Die Möglichkeit hierzu bietet sich vor dem Hintergrund des von Stadt und Universität initiierten Kooperationsprojektes Transfer- und Anwendungszentrum Sport in Kassel (TASK).

Im Rahmen eines Sonderinvestitionsprogramms fördert das Land herausragende Sportanlagen. Eine solche stellt auch die von Stadt und Universität im Rahmen des TASK-Projektes geplante Maßnahme dar. Kassels Stadtkämmerer und Sportdezernent Christian Geselle erklärt: „Eine neue Drei-Felder-Halle wäre ein enormer Gewinn für die Sportstadt Kassel. Das Sonderinvestitionsprogramm des Landes eröffnet uns die Chance auf deren kostengünstige Realisierung. Diese Chance gilt es zu nutzen, denn unsere Schulen und Vereine haben großen Bedarf an zusätzlichen Hallenzeiten.“ Dies gelte umso mehr, da seit Anfang des Jahres 2015 die Sporthalle Marbachshöhe wegen baulicher Mängel nicht zur Verfügung stehe.

Dr. Oliver Fromm, Kanzler der Universität Kassel, ergänzt: „Die Universität nutzt die existierende Sporthalle an der Damaschkestraße seit ihrer Inbetriebnahme 1983 mit. Damals hatte die Hochschule knapp 9.000 Studierende, in diesem Winter haben wir rund 24.400 Studierende. Das verdeutlicht, welchen zusätzlichen Bedarf die Universität hat, und zwar für die Sportstudierenden ebenso wie für den allgemeinen Hochschulsport. Wir wollen uns daher an diesem Bau finanziell beteiligen und sind darüber in Gesprächen mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, das zustimmen muss.“

Da durch den Bau der Drei-Felder-Halle ein Rasenspielfeld wegfallen würde, soll - so die Planungen – außerdem ein angrenzender Hartplatz zu einem modernen Kunstrasenplatz umgebaut werden. Dieser wäre dann ganzjährig bespielbar und könnte ebenfalls im Rahmen von TASK, für die Studierenden sowie die Kasseler Sportvereine zur Verfügung stehen.

Die Baukosten für die Drei-Felder-Halle und den Umbau des Hartplatzes zu einem Kunstrasenplatz sind auf 6,7 Millionen Euro brutto kalkuliert worden. Aus dem Sonder-Investitionsprogramm für herausragende Sportanlagen könnte die Stadt Kassel vom Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport einen Zuschuss in Höhe von 40 Prozent der Gesamtkosten erhalten - also etwa 2,7 Millionen Euro. Die Universität würde sich mit knapp 1,5 Millionen Euro beteiligen, die Stadt müsste rund 2,6 Millionen Euro in die Finanzierung einbringen.

„Ein Bewilligungsbescheid des Landes liegt uns derzeit noch nicht vor, wir haben aber eine schriftliche Zusage des Hessischen Ministeriums der Finanzen erhalten, dass der avisierte Landeszuschuss in das Haushaltsjahr 2016 übertragen worden ist“, so der neue Sportdezernent. Damit sei die erste Hürde genommen, denn das Programm war ursprünglich bis zum 31. Dezember 2015 befristet. Für die beteiligten städtischen Ämter habe nun der detaillierte Planungsprozess begonnen.

Werner Koch, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport: „Das Land Hessen begrüßt die Einrichtung des Transfer- und Anwendungszentrums Sport in Kassel. Die geplante Zusammenarbeit zwischen Universität Kassel und Stadt Kassel mit dem Ziel, sportbezogene Projekte aus der wissenschaftlichen Forschungsarbeit in die sportpraktische Anwendung zu bringen, verdient höchste Anerkennung und ist ein auch bundesweit richtungsweisender Ansatz. Die Verbindung von Praxis und Wissenschaft wird dem Sport in Hessen weiterhelfen. Eine Vernetzung mit der durch unser Haus geplanten Leistungssportoffensive für Hessen sowie breiten- und gesundheitssportliche Themen kann ebenso erfolgen. Daher unterstützen wir gerne die hierfür geplanten Maßnahmen von Universität und Stadt Kassel. Es handelt sich aufgrund der inhaltlichen Ausrichtung und Kooperation um eine herausragende Sportanlage in der hessischen Sportlandschaft, mit der in Nordhessen ein Leuchtturmprojekt für den Sport in Hessen entsteht.“

Sollte das Projekt realisiert werden, ist geplant, die neue Sporthalle im Jahr 2018 in Betrieb zu nehmen. Im städtischen Haushalt 2016 sind bereits 150.000 Euro für Planungsaufträge eingestellt.

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Neue Sporthalle

Neue Sporthalle Stellen die Pläne für eine neue Sporthalle am Sportzentrum Auestadion vor (von links): Dr. Oliver Fromm, Kanzler der Universität Kassel, Dr. Andrea Fröhlich, Leiterin des Sportamtes der Stadt Kassel, Stadtkämmerer und Sportdezernent Christian Geselle. Foto: Stadt Kassel/Happel-Emrich


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