18. Februar 2016. Das Feuchtgebiet Kachenhohle ist Bestandteil des Ausgleichsflächenkonzeptes „Langes Feld.“ Es ist eine Kette von drei kleineren Teichen, in denen u.a. Erdkröten laichen und in denen die Krebsschere vorkommt. Diese Wasserpflanze steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten und ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Die Großlibellenart Grüne Mosaikjungfer hat sich bei ihrer Eiablage ganz auf die Krebsschere spezialisiert und ist daher an ihr Vorkommen gebunden.
Nach ersten erfolgreichen Maßnahmen zur Verhinderung der Austrocknung der Teiche Anfang 2014 durch Sicherung des Wasserzulaufs aus der Quelle werden in diesem Jahr weitere folgen. Darauf haben sich jetzt die Untere Naturschutzbehörde und der Naturschutzbeirat der Stadt Kassel verständigt. Ab sofort wird ein Großteil der am Ufer des mittleren Teiches stehenden Bäume und Sträucher entfernt. Dadurch werden die Lichtverhältnisse verbessert und verhindert, dass herabfallendes Laub die Teiche verschlammt. Ebenso wichtig wie die Freistellung der Teiche und ihre Entschlammung, die im Spätsommer 2016 durchgeführt wird, ist eine intensive Bekämpfung der Herkulesstaude und des japanischen Staudenknöterichs.
Hintergrund:
Die Erschließungsmaßnahmen und die spätere Bebauung im Gewerbegebiet „Langes Feld“ sind erhebliche Eingriffe in Natur und Landschaft. Zu ihrem Ausgleich sind zahlreiche landschaftspflegerische Festsetzungen zum Bebauungsplan getroffen worden. Sie werden nach und nach umgesetzt. Neben der Neuanlage von Lebensräumen gehören hierzu auch Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von vorhandenen Biotopen wie der Kachenhohle.
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