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Hanau, 24. Februar 2016
Begleitete Wege für ein größeres Sicherheitsempfinden von Frauen
Kooperationsprojekt des Frauenbüros und des Taxi-Dienst Hanau 24 111

Unbeleuchtete Wege, dunkle Ecken oder auch unbelebte Plätze in der Dunkelheit sorgen insbesondere bei Frauen schnell für großes Unbehagen, wenn sie sich im öffentlichen Straßenraum bewegen. Mit einem einjährigen Pilotprojekt am Hanauer Hauptbahnhof will die Frauenbeauftragte der Stadt Hanau, Monika Kühn-Bousonville, diesem latenten Gefühl von Bedrohung entgegenwirken. Zusammen mit dem Taxi-Dienst Hanau 24 111 hat sie einen Service konzipiert, der Frauen auf dem Weg vom Zug zum Auto oder Bus begleitet.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky ließ sich bei einem Treffen mit Ufuk Gergin, dem Vorstand des Taxi-Dienstes Hanau 24 111, das Procedere  vor Ort erläutern. Er wisse  aus Gesprächen, dass das subjektive Sicherheitsempfinden unabhängig von einer akuten Gefährdung beeinträchtigt sein könne. Bei dem Angebot, wie es das Frauenbüro und der Taxi-Dienst Hanau, Stadt und Land eG, jetzt aufgelegt hätten, handele es sich um eine präventive Maßnahme, die das Lebens und  Sicherheitsgefühl  von Frauen spürbar verbessern könne.

Die Initiative, Frauen sicher vom Zug zu ihrem Auto zu begleiten, ging vom Hanauer Frauenbüro aus. Kühn-Bousonville, selbst regelmäßige Bahnfahrerin, sieht nach eigenen Worten einen echten Bedarf, Frauen ein solches Angebot zu unterbreiten. In Ufuk Gergin fand sie sofort einen Mitstreiter, der von dem Projekt begeistert war und seine Zusammenarbeit zusagte. Damit ist es vom 1. März an für Frauen möglich, über die Zentrale Hanauer Taxirufnummer 24111 den Begleitservice anzufordern.

Der Ablauf  ist denkbar einfach: Ein kurzer Anruf in der Zentrale genügt, und ein Taxifahrer, der in der Wartereihe am Hauptbahnhof hinten steht, wird benachrichtigt und geht anschließend zum vereinbarten Treffpunkt. Er gibt sich dort durch ein Schild mit dem Logo der Stadt, des Frauenbüros und der Taxizentrale 24 111 zu erkennen. Möglich ist es auch, zusätzlich ein Kennwort zu vereinbaren, um den Sicherheitsfaktor zu erhöhen.

Der Taxifahrer begleitet die Frau zu ihrem Auto oder zur Bushaltestelle. Für diesen Service erhält der Taxifahrer fünf Euro. Die Frau zahlt davon einen Unkostenbeitrag in Höhe von drei Euro. Einen Zuschuss von einem Euro zahlt jeweils das Frauenbüro und die beteiligte Taxigenossenschaft.

Die Hanauer Frauenbeauftragte bedauert, dass sich die Deutsche Bahn nicht aktiv oder finanziell an dem Projekt beteiligen will. Sie wird jedoch Werbeflächen zur Verfügung stellen, um den Begleitservice bekannter zu machen. Auch Die Hanauer Lokale Nahverkehrsorganisation hat bereits signalisiert, dass sie ihre Schaukästen zur Verfügung zu stellen, um auf den Service aufmerksam zu machen.

Der Begleitservice ist als Pilotprojekt angelegt. Nach einer Laufzeit von einem Jahr sollen die Erfahrungen ausgewertet werden. Langfristig will sich die Hanauer Frauenbeauftragte dafür einsetzten, „dass ein solches Angebot überflüssig wird.“ Dafür wäre die Ausweisung von gut einsehbaren Frauenparkplätzen, eine ausreichende und helle Beleuchtung auf den Parkplätzen oder auch ein regelmäßiger Rückschnitt von Hecken notwendig.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929




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Oberbürgermeister Claus Kaminsky ließ sich bei einem Treffen mit der Frauenbeauftragten Monika Kühn-Bousonville und Ufuk Gergin, dem Vorstand des Taxi-Dienstes Hanau 24 111, sowie einigen Taxifahrern das Procedere des neuen Begleitservices erläutern. (Foto: Stadt Hanau)


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