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Hanau, 25. Februar 2016
Termin mit Kaminsky und Kowol: Landesförderung für Sportgelände von Hanau 93 nicht ausgeschlossen

Der 1. Hanauer FC 1893, ältester Fußballverein Hessens,  ist sportlich erfolgreich, die Aufstiegschancen des Sechstligisten bei den Senioren und der 13 Mannschaften umfassende Nachwuchsbereich zeugen davon. Die Heinrich-Sonnrein-Anlage an der Kastanienallee hält mit diesem Niveau aber nur teilweise Schritt. Hanau 93 sieht drängenden Änderungsbedarf, denn der Platz zum Trainieren ist zu gering und ohne Flutlicht schwierig, einer von zwei Räumen zum Umkleiden und Duschen erinnert zumindest äußerlich an längst vergangene Tage. Diese Analyse des Vereinsvorstands sowie der Stadtspitze mit Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Baustadtrat Andreas Kowol teilte bei seinem Besuch auch Jens-Uwe Münker, Abteilungsleiter Sport im Hessischen Innenministerium. Er machte den 93ern für bauliche Verbesserungen Hoffnung auf Landesförderung, ohne konkrete Summen zu nennen.

Auf insgesamt rund 700.000 Euro schätzt Hanau 93 die Kosten für ein Kunstrasen-Trainingsfeld an Stelle des derzeitigen Rasenplatzes, für Flutlicht drum herum und einen neuen Umkleideraum statt des alten. Hanaus Stadtverordnete stimmten 2015 einer Ausfallbürgschaft von maximal 750.000 Euro für die günstige Finanzierung von Baukrediten einhellig zu. Ebenso einig war sich auch die städtische Sportkommission bei der Entscheidung, dieser Sportstätten-Investition auf Platz eins der zu beantragenden Fördervorhaben zu setzen.

Dies und die Tatsache, dass ein Hanauer Verein lange nicht in solchem Rahmen vom Land gefördert wurde, sah Münker als gute Voraussetzung für eine Finanzspritze an. OB Kaminsky sagte, der Verein sei „seit vielen Jahren wieder zur Solidität zurückgekehrt“, mit ihm pflege die Stadt ein „gutes, verlässliches, vertragstreues Miteinander“. Denn das Gelände an der Kastanienallee gehört der Stadt, welche die Neubauten vertraglich gestatten will.

Stadtrat Kowol sicherte dem Verein ein rasches Genehmigungsverfahren zu, denn Hanau 93 möchte bessere Trainingsbedingungen schon im Herbst/Winter 2016 erreichen. Momentan ist der Sechstligist zum Teil umständlich auf Trainingseinheiten auf externen Plätzen angewiesen.

Solche Rahmenbedingungen bezeichnete Ministeriumsvertreter als „unglücklich“. Eine nachhaltige Entwicklung über Jahre, sportlicher Erfolg und eine breit aufgestellte Jugendabteilung seien gute Voraussetzungen für Wiesbaden, die Anfrage nach Landesförderung wohlwollend zu betrachtend. Münker meinte, er habe sich immer schon gewundert, wieso Hanau als Fast-Großstadt nach dem Landesliga-Abstieg von Hanau 93 im Jahr 1987 „fußballerisch kaum eine Rolle“ gespielt habe. Mit guten Trainingsvoraussetzungen und aufgrund des Bevölkerungszuwachses sei damit zu rechnen, dass Hanau 93 eher noch mehr Zulauf von Jugendlichen erwarten könnte.

Er riet dem Verein, statt der angestrebten Lösung mit einem sich schnell abnutzenden Umkleide-Container gleich Nägel mit Köpfen zu machen und solide gemauerte Variante zu wählen. Dafür sei ein eigenes Förderprogramm des Landes passend, während ein zweiter Antrag einen Trainingsplatz mit Kunstrasen und Flutlicht umfassen könnte.

OB Kaminsky sagte, die Stadt Hanau gehe davon aus, dass Hanau 93 dank einer Landesförderung sowie weiterer Unterstützung von Landessportbund und Main-Kinzig-Kreis  „erheblich weniger“ als die in der städtischen Bürgschaft maximal veranschlagten 750.000 Euro auf dem Kreditmarkt aufnehmen müsse. Hanau 93 will die mit dem Land angestrebte Förderlösung nun in einer Mitgliederversammlung vorstellen. Der Verein hat aktuell rund 420 Mitglieder.

 



Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266




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Hanau 93
Oberbürgermeister Claus Kaminsky (Bildmitte) mit Jens-Uwe Münker vom hessischen Innenministerium sowie Stadtrat Andreas Kowol (Zweiter von links) und Vereinsvertretern von Hanau 93 vor dem Kabinentrakt, der an längst vergangene Tage erinnert.


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