Aktuelle Meldungen der Stadt Hanau

RSS-Feed abonnieren

[Alle Meldungen]
[Medienarchiv]
[E-Mail-Abo]
[Suche]

[Druckansicht]

Hanau, 04. März 2016
Ankommen in Deutschland
- Evonik Stiftung hilft bei der Berufsorientierung für Flüchtlinge

„Ankommen in Deutschland“ heißt das Projekt, das am 1. Februar 2016 in Hanau gestartet ist. Es gibt rund 50 Asylberechtigten, die Arbeitslosengeld II beziehen, die Möglichkeit, einen Weg in die Beschäftigung zu finden. Umgesetzt wird das Projekt von HESSENCAMPUS Hanau, einem Verbund aus Volkshochschule Hanau, der Eugen-Kaiser-Schule, den Kaufmännischen Schulen, der Ludwig-Geissler-Schule und dem Staatlichen Schulamt. Der Projektzeitraum von „Ankommen in Deutschland“ reicht von Februar 2016 bis August 2016. Innerhalb dieser Zeit werden drei Module durchgeführt, an denen jeweils rund 17 Personen teilnehmen können.

Die Evonik Stiftung hat 60.000 Euro für das Projekt gespendet, um dieses Schulungsangebot für Flüchtlinge, die eine hohe Bleibewahrscheinlichkeit haben, möglich zu machen. „Sprache, Allgemeinwissen und die Förderung der Berufsfähigkeit sind wichtige Eckpfeiler für eine nachhaltige Integration der Flüchtlinge. Das Projekt der Stadt Hanau ist hier vorbildhaft“, sagt Dr. Gerhard Haubrich, Standortleiter des Industrieparks Wolfgang von Evonik. Evonik hat der Evonik Stiftung eine Million Euro als Soforthilfe für Hilfsprojekte für Flüchtlinge an den Standorten des Unternehmens und in deren Umfeld zur Verfügung gestellt. Das Geld fließt vorrangig in Qualifizierungs- und Sprachangebote.

„Für die Integration von Zugewanderten in unsere Gesellschaft ist eine Beschäftigung ein wesentlicher Baustein“, betont Stadtrat Axel Weiss-Thiel. Im Durchschnitt dauert die Einmündung in den Arbeitsmarkt jedoch 3-4 Jahre. Dies sei ein zu langer Zeitraum, betont Weiss-Thiel, „jede Maßnahme, die diesen Zeitraum verkürzt ist im Interesse der betroffenen Menschen und unserer Gesellschaft“.

Ziel der Maßnahme ist es, sowohl die bestehenden Deutschkenntnisse zu verbessern, als auch einen Einstieg in den Beruf vorzubereiten. Hierzu gehören zunächst eine grundlegende Orientierung über verschiedene Berufsbilder in Deutschland, deren Anforderungsprofile und Beschäftigungschancen insbesondere in der Rhein-Main-Region. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Vermittlung sogenannter soziokultureller Kompetenzen. Hierbei geht es darum, arbeitsweltbezogene Verhaltensnormen kennenzulernen und einzuüben, wie z.B. das Arbeiten im Team, Regelungen des Arbeitsschutzes, Kommunikation und Umgangsformen in beruflichen Zusammenhängen. Im Bewerbungscoaching werden Bewerbungsunterlagen erstellt und Vorstellungsgespräche eingeübt. Auf dem Stundenplan stehen des Weiteren EDV-Grundlagen, Mathematik, arbeits- und vertragsrechtliche Themen sowie Fragen des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz.

Die Maßnahme wird in Kooperation mit weiteren Partnern durchgeführt. Bei einem Besuch des Berufsbildungsinformationszentrums (BiZ) der Agentur für Arbeit Hanau werden sich die Teilnehmenden über die Anforderungsprofile verschiedener Berufsbilder informieren. Anhand des erhobenen Kompetenzprofils der Teilnehmenden erfolgt eine berufspraktische Erprobung an den Hanauer beruflichen Schulen, der Eugen-Kaiser-Schule, der Kaufmännischen Schulen Hanau und der Ludwig-Geissler-Schule. Weitere projektbezogene Zusammenarbeit findet mit der IHK Hanau und der Kreishandwerkerschaft Hanau statt. Auch Betriebsbesuche sind vorgesehen.

Die Teilnehmenden sind zwischen 21 Jahre und 44 Jahre alt und kommen aus den Herkunftsländern Somalia, Afghanistan, Syrien und Eritrea. Sie alle beziehen derzeit Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II und werden vom Jobcenter des Kommunalen Centers für Arbeit (KCA) betreut. „Wir kümmern uns intensiv und auf verschiedenen Wegen darum, Arbeitssuchenden mit Fluchthintergrund eine berufliche Perspektive in unserer Region zu schaffen“, erklärt Michael Krumbe, Vorstand KCA-Jobcenter. „Ankommen in Deutschland“ sei ein mustergültiges Instrument für dieses Unterfangen. „Wir begleiten das Projekt eng und stehen den Teilnehmern bei allen Fragen und Problemen natürlich zur Seite“, so Krumbe.

Im Anschluss an die Maßnahme werden Praktika, Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Teilnehmenden akquiriert. Gesucht werden insbesondere berufliche Anschlussmöglichkeiten in den Berufsfeldern Friseuse/Friseur, Verkäuferin/Verkäufer, Lagerist/Staplerfahrer, Baugewerbe, Garten- und Landschaftsbau, Maler /Lackierer, Elektriker und Sicherheitsfachkraft.

Interessierten Unternehmen, die eine Ausbildung, Beschäftigung oder ein Praktikum anbieten möchten, können sich gerne bei der Projektleitung melden: HESSENCAMPUS Hanau, c/o Volkshochschule Hanau, Clemens Mück, clemens.mueck@hanau.de, Tel. 0170-6874807



Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664




Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Ankommen in Deutschland
Am Ende der Maßnahme steht hoffentlich der Job: Teilnehmer, des von der Evonik Stiftung finanzierten Projekts „Ankommen in Deutschland“, zeigen Stadtrat Axel Weiss-Thiel und Dr. Gerhard Haubrich, Standortleiter des Industrieparks Wolfgang von Evonik, ihre im Seminar erstellten Bewerbungsmappen.


Ankommen in Deutschland 2
Lernen für eine besserer Zukunft: Deutsch, Sozialkompetenzen, EDF-Kenntnisse und Bewerbungscoaching gehören zum Unterrichtsstoff.


Ankommen in Deutschland 3
Für das Projekt ziehen viele an einem Strang: HESSENCAMPUS Hanau, ein Verbund aus Volkshochschule Hanau, der Eugen-Kaiser-Schule, den Kaufmännischen Schulen, der Ludwig-Geissler-Schule und dem Staatlichen Schulamt, die Evonik-Stiftung, die 60.000 Euro für das Projekt spendet und der Jobcenter des Kommunalen Centers für Arbeit (KCA).


[Zurück]


Stadt Hanau
Öffentlichkeitsarbeit
Am Markt 14-18
63450 Hanau

Oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de

Die Pressestelle "Stadt Hanau" ist Mitglied bei presse-service.de [http://www.presse-service.de/]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren. presse-service.de