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Magdeburg, 14. April 2016
Ausstellungen und Veranstaltungen zur „Magdeburger Moderne der 20er Jahre“
Neu erschienene Zeitung nimmt Besucher mit auf Entdeckungsreise

Eine frisch herausgegebene Zeitung macht neugierig auf die „Magdeburger Moderne der 20er Jahre“ und nimmt die Besucher von fünf Ausstellungen zu diesem Thema mit auf eine Entdeckungsreise. Die Magdeburger Ausstellungen sind Teil des breit angelegten Ausstellungsprojektes „Große Pläne! Moderne Typen, Fantasten und Erfinder. Die Angewandte Moderne in Sachsen-Anhalt 1919-1933“, mit dem sich Sachsen-Anhalt 2016 als Land der Moderne präsentiert. Das Land fördert dieses Ausstellungsprojekt der Stiftung Bauhaus Dessau im Verbund mit Ausstellungen in Dessau, Halle (Saale), Magdeburg, Merseburg, Leuna, Elbingerode und Quedlinburg mit 1,3 Millionen Euro aus Landesmitteln, davon erhalten die fünf Magdeburger Ausstellungen 290.000 €.

 

In fünf großen Ausstellungen blüht 2016 die „Magdeburger Moderne der 20er Jahre“ auf. So stellt das Forum Gestaltung e.V. Magdeburg als Reklame- und Ausstellungsstadt der Moderne vor. Reklame erhielt in den 1920er Jahren eine neue Wertigkeit; Großausstellungen nutzte die Stadt zur Selbstdarstellung. Spannende Bezüge zur Luft- und Raumfahrt stellt das Technikmuseum Magdeburg her. Der Nachbau der Magdeburger Pilotenrakete lässt erahnen, welchen Gefahren sich Himmelsstürmer freiwillig aussetzten. Die erste Retrospektive über den Architekten Carl Krayl zeigt das Kulturhistorische Museum Magdeburg. Im Bereich Architektur zählt Krayl zu den wichtigsten Gestaltern der 20er-Jahre-Moderne in Magdeburg. Das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen wiederum nähert sich der Moderne aus dem Blickwinkel der Fotografie im Projekt „Joachim Brohm. State of M.“ In seinem zweiten Projekt macht das Kunstmuseum das Gesamtwerk des großen Künstlers der Moderne – Xanti Schawinsky – bekannt, und zwar über das Thema Magdeburg hinaus.

 

Das landesweite Projekt bildet zugleich den Auftakt für eine ganze Reihe von Veranstaltungen, mit denen sich Sachsen-Anhalt auf das 100-jährige Gründungsjubiläum des Bauhauses im Jahr 2019 vorbereitet.

 

In den Jahren von 1919 bis 1933 herrschte in Mitteldeutschland eine besondere Aufbruchsstimmung. Künstler, Techniker, Industrielle und Politiker wollten nach dem Ersten Weltkrieg eine neue Welt schaffen. Zwischen Magdeburg, Dessau, Halle und Merseburg wuchs in dieser Zeit eine Industrieregion heran, die eng verbunden war mit ganz visionären Plänen. Das Ausstellungsprojekt „Große Pläne! Moderne Typen, Fantasten und Erfinder“ will diese Vorstellungen aufgreifen und zeigen, wie sich diese Ideale in der ganzen Region entwickelt haben.

 

Mit Blick auf das Bauhausjubiläum 2019 soll das außerordentliche Zusammenwirken künstlerisch-kultureller, wirtschaftlicher und sozialer Kräfte und die Entwicklung bahnbrechender technologischer und gesellschaftlicher Innovationen herausgearbeitet und vorgestellt werden.

 

Neben der Stiftung Bauhaus Dessau sind insgesamt zwölf Einrichtungen im ganzen Land an dem Projekt beteiligt. Dazu gehören das Technikmuseum „Hugo Junkers“ in Dessau-Roßlau, das Kunstmuseum Moritzburg, die Burg Giebichenstein und der Kunstverein Talstraße in Halle, die Stadt Leuna, die Lionel-Feininger-Galerie in Quedlinburg, das Kulturhistorische Museum in Merseburg und das Diakonissen-Mutterhaus Neuvandsburg in Elbingerode.

 

Aus Magdeburg sind am Verbundprojekt das Forum Gestaltung, das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, das Technikmuseum und das Kulturhistorische Museum beteiligt.

 

In den Magdeburger Ausstellungen wird die überragende Rolle deutlich, die Kunst, Kultur und Stadtplanung für die Entwicklung Magdeburgs in den zwanziger Jahren spielte. Sie ist es nicht nur wert, in Ausstellungen, Publikationen usw. in Erinnerung gebracht zu werden, sondern zeigt, welche Bedeutung kulturelle Entwicklungen für die Zukunft Magdeburgs haben können.

 

In der Hoffnung auf ähnliche Entwicklungen bewirbt sich die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt um den Titel der Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2025.

 

 

Die Ausstellungen in Magdeburg in der Reihenfolge ihrer Eröffnung:

 

JOACHIM BROHM „State of M.“

22. März – 12. Juni 2016

Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen

 

Das Projekt State of M. wendet sich der Moderne und Bauhaus-Architektur zu. Der Buchstabe M spielt auf die Moderne, auf Magdeburg und auf den Vornamen Mies, bezogen auf eine von Mies van der Rohe für Magdeburg geplante, allerdings nie realisierte private Villa, an. Die gerade auch für die Entwicklung der Fotografie so bahnbrechenden Neuerungen, speziell durch das Bauhaus, werden zur Folie der Auseinandersetzung mit demselben Medium.

 

 

„Magdeburger Pilotenrakete, Himmelsstürmer, Visionäre, Erfinder“

27. Mai 2016 – 6. Januar 2017

Technikmuseum

 

Große Meilensteine der Raumfahrt, der Fliegerei und der Raketenentwicklung wurden in Magdeburg gesetzt. Angefangen hat es mit dem ersten Motorflug von Hans Grade, mit Aktivitäten der Junkerswerke bis zur Entwicklung des ersten Axial-Strahltriebwerkes und mit dem Start der Magdeburger Pilotenrakete unter der Leitung von Raketenpionier Rudolf Nebel. Diese Flüssigtreibstoffrakete war ein Vorläufer der modernen Raketenantriebstechnik. In der Ausstellung wird ein begehbarer Nachbau dieser Rakete gezeigt.

 

 

„maramm Magdeburg – Reklame- und Ausstellungsstadt der Moderne“

1. Juni – 11. Dezember 2016

Forum Gestaltung

 

Nach Kaiserreich und 1. Weltkrieg entdeckte Magdeburg neue Gestaltung als Reagenz moderner städtisch-sozialer Identität. Neben der Architektur setzten Reklame und Ausstellungswesen entscheidende Akzente. Der Bogen spannte sich von Bruno Tauts Aufruf zum farbigen Bauen bis zur weltweit rezipierten Deutschen Theater-Ausstellung 1927, von den Firmenzeichen und Ausstellungsgestaltungen Wilhelm Deffkes bis zu den Reklamesäulen und Plakaten von Walter Dexel, vom beispielhaften Schriftunterricht eines Hermann Eidenbenz bis zu den Fotos von Xanti Schawinsky, in denen sich eine Stadt der Moderne spiegelte.

 

 

„XANTI SCHAWINSKY Retrospektive“

21. Juni – 25. September 2016

Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen

 

Die Retrospektive Xanti Schawinsky (1904-79) vereint Arbeiten aus allen Schaffensperioden des Malers, Fotografen und Bühnenbildners mit Hinblick auf sein gegenwärtiges Nachwirken.

 

Neben avantgardistischen Utopien und einer Proto-Happening-Kunst gibt es weitere Anknüpfungen an Hauptströmungen der Vor- und Nachkriegsmoderne in Europa und Amerika. Die 2015 in Zürich präsentierte Ausstellung legt den Fokus auf die Bauhaus- und Black-Mountain-College-Zeit und zeigt das unbekannte malerische Werk, ergänzt durch Fotografien, die sein Wirken in Magdeburg zur Zeit des Neuen Bauens beleuchten.

 

 

Bunte Stadt – Neues Bauen. Die Baukunst von Carl Krayl

28. Oktober 2016 – 12. Februar 2017

Kulturhistorisches Museum

 

Die erste Retrospektive über Carl Krayl (1890-1947), einen bedeutenden Architekten des Neuen Bauens. Er trug ab 1921 maßgeblich dazu bei, Magdeburg zu einer Modellstadt der Moderne zu machen.

 

Krayl war ein enger Mitarbeiter von Bruno Taut (Stadtbaurat Magdeburgs 1921-24) und leitete dessen berühmt-berüchtigtes Programm zur farbigen Bemalung von 100 Hausfassaden. Als freier Architekt schuf er eine Reihe bedeutender Bauten der Magdeburger Moderne, darunter das Gebäude der AOK, das Gewerkschaftshaus, das OLi-Kino oder Teile der Siedlung Cracau, der Curie-Siedlung sowie der Gartenstadt-Kolonie Reform. Das Begleitprogramm mit Vorträgen, Filmen und Führungen an ausgewählten Bauten vor Ort beginnt im Mai 2016.






Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Magdeburger Moderne Zeitung



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