500 neue „Wohnungen“ für bedrohten Gartenrotschwanz in Kassel

12. Mai 2016. Viele ältere Menschen kennen ihn noch aus ihren Kindertagen. Doch während er früher ein häufiger Gast in unserer Landschaft war, sieht man ihn heute nur noch selten: den Gartenrotschwanz. Damit es künftig wieder mehr dieser Vögel in Kassel gibt, hat das Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel die Aktion „Nisthilfen für den Gartenrotschwanz“ ins Leben gerufen. Und die ist auf eine große Resonanz bei den Kasseler Bürgern gestoßen. Insgesamt haben sich 160 Personen, Vereine und Firmen gemeldet, so dass jetzt etwa 500 Nistkästen im Stadtgebiet neu aufgehängt werden.

Kasseler Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Firmen, die über geeignete Flächen verfügen, konnten sich im März für das Projekt anmelden. „Die Resonanz auf die Aktion war positiv und zeigt die große Bereitschaft vieler Stadtbewohner die Artenvielfalt im Stadtgebiet zu fördern“, erklärt Anja Starick, Leiterin des Umwelt- und Gartenamtes der Stadt Kassel. „Wir hoffen, dass sich das Wohnungsangebot langfristig positiv auf die Populationsentwicklung des Gartenrotschwanzes auswirkt“.

Der Gartenrotschwanz bewohnt vorzugsweise Parks, Streuobstwiesen und lichte Wälder. Viele ältere Menschen kennen ihn noch aus Kindertagen. Durch Lebensraumverluste und eine intensivierte Landwirtschaft ist er jedoch bereits seit den 50er Jahren im Bestand rückläufig. Er verbringt die Winter in der afrikanischen Savanne und trifft erst Mitte April wieder in Europa ein. Der Gartenrotschwanz benötigt kurzrasige Flächen, auf denen er Insekten jagen kann. Besonders positiv wirkt sich die Aussaat von heimischen Blühpflanzen aus, da sie als „Insektenmagnet“ dem Gartenrotschwanz über einen langen Zeitraum Futter garantieren.

Die Nisthilfen wurden aus Mitteln zur Umsetzung der Biodiversitätsoffensive des Landes Hessen zur Verfügung gestellt. Die Biodiversitätsoffensive des Landes Hessens ist ein Programm, um seltene Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und zu fördern. Alle Teilnehmer der Aktion werden gebeten am Ende des Jahres dem Umwelt- und Gartenamt zu melden, ob ein Gartenrotschwanzpaar in ihrem Nistkasten eingezogen ist.

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Nisthilfen für Gartenrotschwanz

Nisthilfen für GartenrotschwanzAnja Starick, Amtsleiterin Umwelt- und Gartenamt, Peter Wüstemann, Abteilungsleiter Umweltschutz, Uta Sarrazin, Sachbearbeiterin Untere Naturschutzbehörde, Werner Knöfel sowie ein weiterer Vertreter des Kleingartenverein Hegelsberg (v.l.). Foto: Stadt Kassel


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