17. Mai 2016. Rund 16 Millionen Euro investierte die Stadt Kassel in den vergangenen 15 Jahren in kommunale Bauprojekte, die durch Fördermittel bis zu 90 % refinanziert wurden. Einige von ihnen werden jetzt beim bundesweiten Tag der Städtebauförderung am Samstag, 21. Mai, präsentiert und vermitteln einen Eindruck über die gelungenen Veränderungen in den Kasseler Stadtteilen.
Stadtbaurat Christof Nolda erläutert: „Die Städtebauförderung ist ein wichtiges Instrument, positive Entwicklungen in ausgewählten Gebieten anzustoßen. Die eingesetzten Fördermittel ziehen damit private Investitionen in zum Teil beträchtlicher Höhe nach sich. Der Aktionstag informiert über Ziele, Inhalte und Ergebnisse der Städtebauförderung, regt zur Diskussion an und ermutigt zu Beteiligung und Mitgestaltung. Auch wir sind deshalb der bundesweiten Initiative gern gefolgt und werden in den Kasseler Programmgebieten verschiedene Veranstaltungen durchführen. In diesen werden sowohl bereits laufende Verfahren und Aktivitäten der Städtebauförderung als auch abgeschlossene und zukünftige Maßnahmen vorgestellt.“
Auftakt mit Stadtteilfest in Oberzwehren-Mattenberg
Den Auftakt des abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramms bildet bereits am Freitag, 20. Mai, von 15 bis 18 Uhr ein Straßenfest im Stadtumbau-Förderquartier Oberzwehren. Im Quartier Mattenberg warten zwischen den Straßenabschnitten "Kurze Erlen" und "Am Steinbruch" Verpflegungsstände, Musik, Auftritte, Spielangebote für Kinder, eine Stadtumbau-Ausstellung auf die Besucherinnen und Besucher. Eine Stadtumbau-Führung findet um 16 Uhr statt. Seit 2004 sind gut 5,7 Millionen Euro Stadtumbau-Fördermittel nach Oberzwehren geflossen, davon etwa 1,4 Millionen Euro städtische Eigenmittel.
Ausstellung und Vortrag zu Bergpark und Wilhelmshöher Allee
Am Vorabend des Aktionstags findet zudem eine Ausstellungseröffnung zu den Förderprojekten Bergpark Wilhelmshöhe und Wilhelmshöher Allee statt. Stadtbaurat Nolda betonte, dass beide Projekte thematisch miteinander verknüpft seien: „Die Wilhelmshöher Allee soll in den kommenden Jahren mit Fördermitteln so umgestaltet werden, dass sie als markante Verkehrs- und Sichtachse die Kasseler Innenstadt mit dem Bergpark als UNESCO-Welterbe verbindet. Neben neu gepflanzten Bäumen werden verschiedene Einzelmaßnahmen eine bessere Aufenthaltsqualität erzeugen. Ziel der Veranstaltung und der Ausstellung ist es, den Bürgerinnen und Bürgern die räumliche und thematische Verbindung von Bergpark und Wilhelmshöher Allee noch stärker ins Bewusstsein zu rücken.“
Die Stadtentwicklung hat sich spätestens seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts sehr auf den Bergpark ausgerichtet. Zahlreiche Sichtachsen zwischen Park und Stadt, die nachweislich bewusst angelegt wurden, belegen dies. Im Bergpark Wilhelmshöhe als UNESCO-Welterbestätte werden insgesamt sieben Maßnahmen durch das Bundesprogramm gefördert. „Die Unterstützung durch das Bundesprogramm sowie die finanzielle Förderung des Landes Hessen erlauben uns, wichtige Instandsetzungsprojekte im Bergpark, wie z. B. an den barocken Wasserarchitekturen, anzugehen und somit den Erhalt der Welterbestätte auch für zukünftige Generationen zu sichern,“ erläutert Prof. Dr. Bernd Küster, Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel.
Die Ausstellung wird durch Prof. Dr. Bernd Küster und Stadtbaurat Nolda am Freitag, 20. Mai, um 19 Uhr offiziell eröffnet. Veranstaltungsort ist das Haus der Kirche in der Wilhelmshöher Allee 330, Raum 110. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Gastvortrag des ehemaligen Beauftragten für das UNESCO-Welterbe in Hessen, Prof. Dr. Gerd Weiß. Die Ausstellung „Der Bergpark Wilhelmshöhe und die Wilhelmshöher Allee“ ist auch am Samstag, 21. Mai, von 10 bis 17 Uhr im Haus der Kirche zu besichtigen. Die Veranstaltung und die Ausstellung werden gemeinsam vom Land Hessen, der Museumslandschaft Hessen Kassel (mhk) und der Stadt Kassel organisiert.
Stadtteilrundgänge und Entdeckungstouren im Wesertor
Mit Stadtteilrundgängen, Entdeckungstouren und einer Ausstellung sollen die durch Fördermittel entstandenen Veränderungen im Stadtteil Wesertor erlebbar gemacht werden. Vorgesehen ist ein dreigeteiltes Programm: • Ausstellung im öffentlichen Raum - Projektergebnisse vor Ort sichtbar machen (20. bis 23.Mai). Informationen im Stadtteilbüro Wesertor, Weserstraße 38-40. • Stadtteil(ver)führungen – Geführter Rundgang durch den Stadtteil, inklusive einem kleinen Imbiss, am Samstag, 21. Mai, ab 10 Uhr, Treffpunkt Stadtteilbüro. • Ausstellung – Fotodokumentationen „Wesertor einst und heute“ und Filmvorführung „Wesertor – eine Entdeckungstour“ am 21. Mai von 10 bis 14 Uhr im Stadtteilbüro.
Der Stadtteil Kassel-Wesertor wurde Ende 2007 in das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ aufgenommen. Ziel war es, das Programmgebiet – welches rund 6.000 Einwohner und eine Fläche von rund 95 ha verzeichnet – als attraktiven innerstädtischen Wohnstandort mit aktivem Stadtteilleben und gutem Freizeitwert zu positionieren. Zahlreiche Projekte wurden seit der Aufnahme in das Förderprogramm bis heute bereits erfolgreich umgesetzt.
Rothenditmold in Bewegung
Am Tag der Städtebauförderung wird auch im Kasseler Stadtteil Rothenditmold ein buntes Programm geboten. Kinder und Jugendliche können unter Leitung der Graffiti-Künstler Dustin Schenk und Amadeus Werner die Wand am Spielpark hinter der Valentin-Traudt-Schule neu gestalten. Ein gemeinsam entwickeltes Motiv soll „gesprayt“ werden. Der Workshop beginnt um 11 Uhr, mit dem Abschluss ist gegen 17 Uhr zu rechnen.
Besichtigt werden kann weiterhin von 13 bis 16 Uhr das neue „Haus der Zukunft“ der StadtBild gGmbH in der Wolfhager Straße 165. Das ehemalige Gemeindehaus wird zurzeit aufwendig umgebaut. Die neuen Nutzer-das Projekt CUBE-stellen sich vor. Stündliche Führungen gibt es ab 13 Uhr. Für Getränke und kleine Speisen ist gesorgt. Eine Plakatausstellung informiert über Projekte im Städtebaufördergebiet Rothenditmold.
Im Familienzentrum, Wolfhager Straße 170, ist von 14 bis 17 Uhr das neue Terrassen-Café geöffnet. Es warten selbst gebackene Torten und Kuchen mit einer Tasse Kaffee, Tee oder einem Glas Saft zum Selbstkostenpreis. Bei Regen wird das Café ins Haus verlegt. Auch Hausführungen sind möglich.
Das Fördergebiet Rothenditmold wurde 2001 in das Bund-Länder-Programm „Stadtsanierung“ und ab 2010 in das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ aufgenommen. Ziel der Gesamtmaßnahme ist es, das 209 ha große Fördergebiet mit seinen 8.725 Einwohnerinnen und Einwohnern durch einen Entwicklungsprozess als Wohn- und Arbeitsstandort zu verbessern. Zahlreiche Maßnahmen wurden bereits erfolgreich umgesetzt.
Hintergrund:
Der „Tag der Städtebauförderung“ ist seit 2015 eine jährlich wiederkehrende bundesweite Veranstaltung in möglichst vielen Städten und Gemeinden. Die Städtebauförderung in Deutschland ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bund, Ländern und Kommunen. In den 40 Jahren ihres Bestehens hat sie sich als Erfolgsgeschichte einer integrierten Stadtentwicklung erwiesen, wenn die Bewältigung besonderer Problemlagen eine zusätzliche Unterstützung von Kommunen durch Bund und Länder erforderlich machte. Derzeit gibt es bundesweit rund 1.800 Fördergebiete, in denen die Städtebauförderung zum Einsatz kommt.
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