Kasseler Innenstadt: Parkhäuser werden stärker genutzt

Die oberirdischen Parkplätze im Kasseler Zentrum werden zwar etwas weniger genutzt – dafür nutzen die Autofahrer aber die Parkhäuser intensiver. Insgesamt ist die Zahl der gebührenpflichtigen Parkvorgänge in Kassel trotz der Erhöhung der Parkgebühren konstant.

27. Mai 2016. Die Kasseler Innenstadt wird nach der Erhöhung der Parkgebühren im Herbst 2014 von Autofahrern genauso frequentiert wie zuvor. Dies legt eine Auswertung der Stadt Kassel nahe. Demnach werden die oberirdischen Parkplätze im Zentrum zwar etwas weniger stark genutzt, dafür ist die Auslastung der Parkhäuser und Tiefgaragen in der Innenstadt seither gestiegen. „Das Auto ist – neben der Straßenbahn, dem Bus und dem Fahrrad – weiterhin ein Verkehrsmittel, mit dem man die Kasseler Innenstadt gut erreichen kann“, sagt Kassels Stadtbaurat Christof Nolda.

Die Stadtverwaltung hat die Anzahl der Parkvorgänge anhand der Nutzung der Parkscheinautomaten seit Herbst 2013 ausgewertet. Das Ergebnis: Die Anzahl der oberirdischen Parkvorgänge auf allen gebührenpflichtigen Flächen hat sich ungefähr auf dem Niveau wie vor der Änderung der Parkgebührenordnung im Oktober 2014 eingependelt. Pro Monat werden etwa 300.000 Parkvorgänge gezählt. In der Parkgebührenzone Zentrum hat sich die Anzahl der oberirdischen Parkvorgänge zwar verringert. Gleichzeitig hat die Auslastung der innerstädtischen Parkhäuser leicht zugenommen (siehe Tabelle in der Anlage).

„Aus den Zahlen lässt sich daher nicht interpretieren, dass die Menschen der Innenstadt fern bleiben“, erklärt Stadtbaurat Nolda. Allerdings habe sich offenbar das Parkverhalten verändert: Statt im Zentrum auf einem oberirdischen Parkplatz zu parken, nutzten die Autofahrer nun offenbar vermehrt die kostengünstigeren Parkhäuser und Tiefgaragen oder parkten in der Parkgebührenzone II, wo die Gebühren niedriger sind.

Dass es im Stadtzentrum vermehrt freie oberirdische Parkplätze gibt, sei ein durchaus positiver Effekt, so Nolda. Indem Langzeitparker nun augenscheinlich eher die günstigeren Parkhäuser nutzten steige die Chance der Autofahrer, einen freien oberirdischen Parkplätz in der Nähe des Ortes zu finden, an dem sie etwas erledigen wollen. „Fluktuation zu erzeugen und möglichst vielen Menschen die Möglichkeit auf einen Parkplatz zu verschaffen, ist die grundsätzliche verkehrssteuernde Aufgabe von Parkgebühren“, erklärt Nolda weiter. Diese seien im Übrigen nur ein Faktor, der die Attraktivität einer Innenstadt ausmache. Weitere Faktoren seien die Erreichbarkeit mit Tram und Bus, die Gestaltung der Fußgängerzone sowie die Vielfalt und Qualität der Geschäfte, Restaurants und Cafés in Verbindung mit den kulturellen Angeboten in der Stadt.

Bei der Neufassung der Parkgebührenordnung im Jahr 2014 habe man einen Auftrag des Stadtparlaments umgesetzt. Die Erhöhung der Parkgebühren sei ein Teil der Schutzschirm-Vereinbarung mit dem Land Hessen gewesen. Das Preisniveau liege nun auf dem vergleichbarer Städte und sei so angelegt, dass in den nächsten Jahren keine weitere Erhöhung erforderlich sei. Zu Forderungen in der Öffentlichkeit, die Parkgebührenordnung jetzt erneut zu ändern und unter anderem die Gebühren wieder zu senken, sagt Nolda, dass dies die Stadtverordnetenversammlung entscheiden müsse. Nolda: „Wir erarbeiten eine Änderung, wenn es dazu einen klaren politischen Auftrag des Stadtparlaments gibt.“

Handy-Parken immer stärker genutzt

Laut Nolda wurden seinerzeit nicht nur die Parkgebühren erhöht, sondern die Regelungen insgesamt nachvollziehbarer gestaltet und mit dem Handy-Parken im Juni 2015 ein neuer Service eingeführt. Dieser erfreue sich zunehmender Beliebtheit bei den Autofahrern. Mittlerweile werden bereits über sieben Prozent aller Parktickets per Handy erworben - monatlich mehr als 20.000. Die Parkgebühr kann bargeldlos per SMS oder über eine Smartphone-App mit dem Handy bezahlt werden. Über 40 Prozent der Nutzer wählen die App zur Buchung.

Auf den Internetseiten der Stadt Kassel finden Sie unter http://www.kassel.de/stadt/mobilitaet/auto/index.html die aktuelle Parkplatzbelegung der Parkhäuser / Parkplätze in der Innenstadt sowie Informationen zu den Parkgebühren und zum Handy-Parken.

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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Ingo Happel-Emrich

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Tabelle Parkraumauslastung

Tabelle Parkraumauslastung Nach der Erhöhung der Parkgebühren auf den oberirdischen Parkplätzen im Oktober 2014 ist die Zahl der Parkvorgänge insgesamt zwar zunächst gesunken, seither aber wieder gestiegen. Weniger genutzt als früher werden die oberirdischen Parkplätze im Zentrum – dafür sind die Innenstadt-Parkhäuser nun stärker ausgelastet.

Tiefgarage Friedrichsplatz

Tiefgarage FriedrichsplatzZufahrt zur Tiefgarage Friedrichsplatz in Kassel. Foto: Stadt Kassel/Happel-Emrich


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