01. Juni 2016
Kreis Viersen
Britische Teerkolonnen sind am Niederrhein aktiv. Davor warnen die Ordnungsämter des Kreises Viersen und der Stadt Viersen. „Die britischen Arbeiter bieten Asphaltarbeiten zu Sonderkonditionen an“, sagt Hans-Georg Strompen, Leiter des Amts für Ordnung und Straßenverkehr des Kreises Viersen.
Die Masche: Die Schwarzarbeiter sprechen gezielt Landwirte, Gewerbetreibende und Hausbesitzer mit unbefestigten oder zu erneuernden Einfahrten an und bieten ihre Arbeit zu äußerst günstigen Preisen an. Sie verweisen auf Asphalt, der bei Straßenarbeiten übrig geblieben sei, und zeigen Fotos angeblicher Referenzobjekte. „Die Gruppen bieten an, die Arbeiten ohne Rechnung und Mehrwertsteuer für einen Festbetrag zu erledigen“, ergänzt Thomas Ricker, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Sicherheit bei der Stadt Viersen.
„Bei den Arbeiten handelt es sich um Schwarzarbeit“, sagt Hans-Georg Strompen. Die Teerkolonnen verletzen neben der Steuerhinterziehung und der Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen zudem handwerksrechtliche und gewerbliche Vorschriften. Diese Ordnungswidrigkeit kann nach dem Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
Wer die Teerkolonnen beauftragt, muss ebenfalls mit Sanktionen rechnen. Zudem haben die Auftraggeber keinen Garantieanspruch. Häufig sind das Material minderwertig und die Arbeiten mangelhaft. Auch versuchen die Teerkolonnen durch Androhung von Gewalt, mehr Geld zu fordern, als ursprünglich vereinbart.
Die Ordnungsämter des Kreises und der Stadt empfehlen den Bürgern, mögliche Angebote konsequent abzulehnen. Wer von Mitgliedern der Teerkolonnen angesprochen wird, kann dies beim Amt für Ordnung und Straßenverkehr des Kreises Viersen unter Telefon 02162/39-1935 oder -1344 melden.
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