08. Juni 2016. Wie ein Fuchs seinen Tag verbringt, was rätselhafte Zeichen im Wald bedeuten oder was im Waldinneren zu erleben und entdecken ist – das und vieles mehr erkunden Kinder der Waldschule Kassel, welche jetzt ihren 90. Geburtstag feiert. „Außerschulische Lernorte wie die Waldschule Kassel sind ein ganz wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigen Natur- und Umweltbildung“, erklärt Kassels Jugend- und Schuldezernentin Anne Janz. „Die Waldschule Kassel ist einer von 22 außerschulischen biologischen Lernorten in der Region Kassel. Sechs davon befinden sich direkt im Kasseler Stadtgebiet. Hier können Kinder ihr Wissen spielerisch und forschend erweitern und bekommen einen spannenden Zugang zu Tieren, Pflanzen und der heimischen Naturgeschichte“.
Das Waldschulkonzept vermittelt den Schülerinnen und Schülern ein positives Naturbild und entwickelt ein Verständnis für ökologische Zusammenhänge. Das vielfältige Angebot rund um den Lebensraum Wald wird von einer erfahrenen Waldpädagogin gestaltet. Janz: „Die große Nachfrage bei den Kasseler Grund- und Förderschulen zeigt, wie attraktiv dieses außerschulische pädagogische Angebot als Baustein im Schulalltag ist“.
Die Stadt Kassel stellt das Gelände und die Räume, das Land Hessen unterstützt das waldpädagogische Angebot mit einer Lehrkraft und über das Forstamt mit dem zuständigen Revierförster. Der Förderverein Waldschule Kassel e.V. wirbt Spendengelder ein und unterstützt mit Ausstattung und Sachmitteln. „Ich bin stolz darauf, dass hier in Kassel – angebunden an die geschichtsträchtige Waldschule – durch die bundesweit einmalige Zusammenarbeit verschiedener Institutionen die Finanzierung und Durchführung von waldpädagogischem Unterricht für alle Kasseler Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter möglich ist. Wartezeiten von über einem Jahr verdeutlichen das große Interesse an dem Angebot“, berichtet die Waldpädagogin Tabea Schwegler.
Aktuell wird die Waldschule, ein 7,5 Hektar großes Gelände am Rande des Stadtteils Bad Wilhelmshöhe, von 27 Grundschulen und acht Förderschulen von Mai bis Oktober genutzt. Weiterhin steht sie ganzjährig der Waldkindergartengruppe „Wurzelzwerge“ als Wetterschutz und in den Ferien Behinderteneinrichtungen und Horten zur Verfügung. Das sind pro Jahr circa 7000 Belegungen.
Hintergrund
Am 11. Juni 1926 wurde der Unterricht an der „Städtischen Waldschule Kassel“ mit zwei Klassen – Schülerinnen des Oberlyceums und Schülerinnen der 1. Klasse der Bürgerschule 4 ( Königstor) – aufgenommen. 1926 hatte die Stadt Kassel das Gelände von der Preußischen Krongutsverwaltung für den Gartenbau gepachtet. Seit 1960 ist das Gelände im Eigentum der Stadt Kassel. Ende der 1980er/ Anfang der 1990er Jahre sollte die Waldschule geschlossen werden. Daraufhin gründete sich der Förderverein Waldschule, um die Waldschule für die Kinder der Stadt Kassel zu erhalten.
Nähere Informationen zu den außerschulischen biologischen Lernorten in der Region Kassel unter www.bioleka.de.
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