Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 13. Juni 2016

Europabüro #Bocholt: DRU Industriepark jetzt offizieller ERIH-Ankerpunkt

Feierliche Eröffnung in Ulft (Niederlande)

Bocholt (EUBOH).   Der DRU Industriepark in Ulft, Gemeinde Oude Ijsselstreek in den Niederlanden, ist offizieller Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH) geworden. Am Freitag, 10. Juni 2016, enthüllte Peter van de Wardt, Beigeordneter für Kultur und Denkmäler der Gemeinde Oude Ijsselstreek, die offizielle ERIH-Ankerpunkt-Tafel am ICER-Innovationszentrum. Anschließend fand die Eröffnung der Schmiede des Museums durch Kees Nieuwenhuijse, Direktor des ICER Innovationszentrums, statt.

An der Eröffnung nahmen nicht nur Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde Oude Ijsselstreek, den niederländischen Nachbargemeinden und der Stadt Bocholt teil. Zu den Gratulanten zählte auch der Direktor des LWL-Textilwerks Bocholt, Dr. Hermann Josef Stenkamp. Das hiesige Textilwerk ist seit 2011 ERIH-Ankerpunkt.

Eröffnung des Ankerpunkts

Van de Wardt freute sich sehr, dass der DRU Industriepark als offizieller ERIH-Ankerpunkt nun mit dem europäischen, touristischen Netzwerk für Industriedenkmäler verbunden ist. Der DRU zählt zu der europäischen Themenroute „Eisen und Stahl“ und ist damit eines von 1.315 Standorten in 45 europäischen Ländern. Ziel dieser Route ist, das wertvolle industrielle Erbe für zukünftige Generationen zu erhalten.

Arbeit an regionaler ERIH-Route

Zusammen mit der Regio Achterhoek, der Regio Twente und über die Grenzen hinweg mit den Kreisen Borken und Steinfurt sowie dem Landkreis Grafschaft Bentheim wird derzeit an einer regionalen ERIH-Route im Euregio-Gebiet gearbeitet. Die Route deckt den Bereich zwischen der Region Twente in den Niederlanden und dem Ruhrgebiet in Deutschland, wo sie sich der Route der Industriekultur anschließen könnte, ab. „Diese regionale Route soll Impulse für den Tourismus, die Wirtschaft und Industrie, sowohl in unserer Gemeinde als auch über die Grenzen hinweg, geben“, so van de Wardt in seiner Rede. Derzeit bereitet die Arbeitsgruppe unter Leitung des Vorsitzenden der Stichting Industriecultuur Nederland, Dr. Hildebrand de Boer, einen europäischen Förderantrag aus dem INTERREG-Programm vor, der die Finanzierung der weiteren Arbeit an der regionalen ERIH-Route sicherstellen soll.

Innovationszentrum ICER

Das ICER ist ein technisches Mitmachmuseum in Ulft, einem Ortsteil der niederländischen Gemeinde Oude Ijsselstreek. Es liegt im DRU Industriepark Ulft und vereint die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der Eisen- und Fertigungsindustrie im Achterhoek. Die ehemaligen DRU-Fabriken, die von den Bocholtern Diepenbrock und Reigers in Ulft gegründet wurden, sind Teil des kulturellen Erbes entlang des Flusses Oude Ijssel. Hier war einst die Wiege der niederländischen Eisenindustrie.

Selbst erleben und mitmachen

Das ICER ist ein Mitmachmuseum, in dem Besucherinnen und Besucher unter anderem ihre eigenen Entwürfe auf einem 3D-Drucker ausführen können. Auch das Backen eines keramischen Objekts oder der Entwurf eines Schmuckstücks kann dort realisiert werden. Außerdem zeigt das Museum zahlreiche Gegenstände, die aus dem damals gewonnen Eisen hergestellt wurden. So findet man dort z. B. alte und moderne Fahrräder, emaillierte Küchenutensilien aus Großmutters Küche und deren moderne Variante.

Weitere Informationen gibt es auf der homepage www.icer.eu

 

Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Europabüro, Partnerschaftsbeauftragte Petra Taubach, Telefon +49 2871 953-328, E-Mail: petra.taubach@mail.bocholt.de


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Ankerpunktenthüllung DRU in Ulft (Foto: Melanie Lohmann, Stadt Bocholt)
Wethouder Peter van de Wardt (rechts) und der Vorsitzender der Stichting Industriecultuur Nederland, Hildebrand de Boer, enthüllen die Plakette am neuen ERIH-Ankerpunkt, dem DRU Industriepark in Ulft (Niederlande), am 10. Juni 2016. (Foto: Stadt Bocholt, Melanie Lohmann)

Ankerpunktenthüllung DRU in Ulft - Foto 2 (Foto: Melanie Lohmann, Stadt Bocholt)
Hildebrand de Boer, ICER-Schmieder, weiht die neue Schmiede ein (Foto: Melanie Lohmann, Stadt Bocholt)