Die Stadt Kassel hat die Emil-Junghenn-Halle im Stadtteil Wesertor für 1,3 Millionen Euro umfassend energetisch generalsaniert. Dadurch können 60 Prozent der Heizenergie eingespart und der Strombedarf um 40 Prozent reduziert werden. In den kommenden Jahren wird die Stadt mehrere weitere Sporthallen energetisch sanieren.
21. Juni 2016. Die Außenhülle wurde komplett saniert, eine moderne Heizungsanlage eingebaut und ein energieoptimiertes Beleuchtungskonzept mit neuester LED-Technik installiert: Die Emil-Junghenn-Halle im Kasseler Stadtteil Wesertor wurde von der Stadt Kassel umfassend energetisch saniert. „Die energetischen Sanierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre tragen erste Früchte: Der Verbrauch von Wärmeenergie der städtischen Gebäude sinkt“, stellt Stadtbaurat Christof Nolda anlässlich des Abschlusses der Arbeiten an der Emil-Junghenn-Halle fest. „Durch die Sanierung sparen wir in dieser Halle künftig mindestens 60 Prozent der Heizenergie und 40 Prozent des Strombedarfs.“ Gerade die alten Sporthallen verbrauchen überdurchschnittlich viel Wärmeenergie. Neben der energetischen Sanierung der Emil-Junghenn-Halle stehen deshalb im Rahmen des kommunalen Investitionsprogramms eine Vielzahl von weiteren energetischen Sanierungen an. „Diese werden uns bei der Energieeinsparung und dem Klimaschutz einen großen Schritt voranbringen“, sagt Stadtbaurat Nolda. Neun Schulgebäude und vier Sporthallen sollen in den kommenden Jahren saniert werden. Die Emil-Junghenn-Halle erhielt eine komplett neue Außenhülle von den Türen und Fenstern über die Außenwände bis zum Dach und den Lichtkuppeln. Vor allem die bauliche Sanierung des Hauptdaches war überfällig. Das Dach wurde immer wieder geflickt, um Undichtigkeiten zu beheben. In den vergangenen Jahren gab es immer häufiger Schadensfälle. Im Bereich der Haustechnik wurde die veraltete Luftheizung durch eine moderne Deckenstrahlheizung ersetzt. Die Lüftungsanlage wurde deutlich reduziert, erneuert und mit sehr guter Wärmerückgewinnung ausgestattet. Dadurch können die Betriebskosten reduziert werden. Hinzu kommt, dass die thermische Behaglichkeit durch die angenehme Strahlungswärme deutlich höher als bei der alten Luftheizung ist. In der Heizperiode profitieren so auch die Nutzer der Halle, die sich dort wohler fühlen können. Außerdem verringert die gut gedämmte Außenhülle im Sommer die Überhitzung der Sporthalle. Die veralteten und energieintensiven Leuchten wurden durch ein energieoptimiertes Beleuchtungssystem nach dem neusten Stand mit LED-Technik und moderner Beleuchtungssteuerung ersetzt. Weitere Energie kann gespart werden, wenn die Nutzer von den programmierten unterschiedlichen Lichtszenarien Gebrauch machen. Denn nicht jede Sportart und nicht jeder Trainingsbetrieb benötigt die voller Lichtleistung. Die alte Fassade der Halle war durch die rechteckigen Betonelemente und die farbliche Gestaltung aus der 70er Jahren geprägt. Die neue flächige gedämmte Fassade bot zusammen mit den neuen Fenstern und Türen die Chance, das Gebäude auch in seiner äußeren Gestaltung zu überarbeiten. Die Sporthalle fügt sich nun schlicht und harmonisch in die Liegenschaft mit der bereits vor einigen Jahren modernisierten und erweiterten Carl-Schomburg-Schule ein. Die Stadt Kassel investierte 900.000 Euro in die Sanierung der Emil-Junghenn-Halle. Weitere 400.000 Euro kamen als Zuschuss des Landes Hessen.
Hintergrund: Die Emil-Junghenn-Halle Die Emil-Junghenn-Halle in der Ysenburgstraße wurde im Jahr 1976 eingeweiht. Die Drei-Felder-Spothalle hat eine Spielfeldgröße von 45 mal 27 Meter und 600 Zuschauerplätze. Genutzt werden kann sie für Badminton, Basketball (1 Großfeld oder 3 Kleinfelder), Fußball, Handball und Volleyball. Zudem gibt es zwei Kletterwände und zwei Sprossenwände.
Das Kommunale Investitionsprogramm
Zu den vorgesehenen energetischen Sanierungsmaßnahmen an städtischen Gebäuden sehen Sie auch unsere Meldung „Kassel investiert 42 Millionen Euro in Modernisierung der Infrastruktur“ vom 10. Mai 2016. Diese finden Sie auf den Internetseiten der Stadt Kassel unter http://www.stadt-kassel.de//aktuelles/meldungen/22947/index.html
Klimaschutz für Jedermann Informationen, wie jeder Einzelne zum Klimaschutz beitragen kann, finden Sie auf den Internetseiten der Stadt Kassel unter www.stadt-kassel.de/projekte/klimaschutz/
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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Ingo Happel-Emrich
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Emil-Junghenn-Halle
Stadtbaurat Christof Nolda und Axel Jäger, Amtsleiter Hochbau und Gebäudebewirtschaftung. Foto: Dieter Schachtschneider, © Stadt Kassel
Stadt Kassel
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