Stadt investiert 640 000 Euro in den Umbau der Räume der Musikschule Kassel e.V.

24. Juni 2016. Der Musikschule Kassel e.V. steht nach einem grundlegenden Umbau nun der gesamte Flügel Tischbeinstraße des Gebäudes der Friedrich-Wöhler-Schule zur Verfügung. Nachdem im Sommer 2014 der Sekundarzweig der ehemaligen Grund-, Haupt- und Realschule ausgelaufen war, hat die Stadt Kassel die Räumlichkeiten grundlegend saniert und die akustischen und schallschutztechnischen Voraussetzungen für eine Nutzung als Musikschule geschaffen. Jetzt sind erstmalig Ensemble- und Orchesterproben sowie kostenfreie Ergänzungskurse, wie beispielsweise Theorieunterricht, möglich.

Daneben stehen Büroräume für die Geschäftsführung und Verwaltung der Musikschule zur Verfügung. Der Sanitärbereich wurde so eingerichtet, dass die eigenständige Nutzung des Gebäudeflügels langfristig gesichert ist. Die Gesamtkosten des Umbaus belaufen sich auf 640 000 Euro.

Die Musikschule Kassel e.V. unterstützt als wesentlicher Kooperationspartner auch die Bildungsarbeit von Kindertagesstätten und allgemeinbildenden Schulen. Mittlerweile erhalten jede Woche über 1850 Schülerinnen und Schüler an der Musikschule Unterricht. Angeboten werden auch Kurse für Erwachsen sowie spezielle Programme für Senioren.

„Mit der Musikschule Kassel e.V. wurde ein idealer Nutzer für den freien Gebäudeflügel gefunden. Neben Synergieeffekten mit der Friedrich-Wöhler-Schule war die Ergänzung des bisher dezentralen Angebotes an gut erreichbarer, zentrumsnaher Stelle eines der Hauptanliegen“, sagte Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen bei einem Besuch der Musikschule.

„Die bestehenden Räumlichkeiten konnten ohne gravierende Eingriffe in die Bausubstanz für die neuen Nutzungen angepasst werden. Die Umsetzung der Bauaufgabe war allerdings mit einigen planerischen Herausforderungen verbunden“, so Stadtbaurat Nolda.

Hintergrund zu den Baumaßnahmen

Das sukzessive Freiwerden der Räume erforderte zeitversetzte teilweise parallel zum Schulbetrieb laufende Bauabschnitte. Der erste Bauabschnitt wurde Ende 2013 abgeschlossen, mit dem Freiwerden der naturwissenschaftlichen Räume begann der 2. Bauabschnitt, der jetzt seinen Abschluss fand. Eine weitere Herausforderung war das Bauen im denkmalgeschützten Bestand.

Für die Weiternutzung des Gebäudeflügels war die Überarbeitung des Flucht- und Rettungswegkonzeptes erforderlich. In Abstimmung mit dem vorbeugenden Brandschutz sowie der Denkmalpflege wurde im zweiten Bauabschnitt ein zweiter Rettungsweg in Form einer außenliegenden Treppe an der Westfassade des Gebäudeflügels errichtet. Die 1910 gebauten Stahlbetonrippendecken entsprachen nicht mehr den heutigen Vorschriften und mussten daher ertüchtig werden. Auch die Unterbringung der Gebäudetechnik nach heutigen Standards wurde sorgfältig geplant und umgesetzt.

Eine Besonderheit waren die akustischen und schallschutztechnischen Anforderungen durch die spezielle Nutzung, die begleitet von einem Fachplanungsbüro für Akustik realisiert wurden.

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