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Magdeburg, 30. Juni 2016
Magdeburgs Höhenretter sichern sich den 7. Platz
Bundesweite Feuerwehrmesse „Interschutz“ in Stuttgart

Bei der 13. Feuerwehrmesse „Interschutz“ haben sich die Höhenretter der Landeshauptstadt Magdeburg den 7. Platz gesichert. Sie traten bei dem Leistungsvergleich gegen 13 weitere Mannschaften in der Gastgeberstadt Stuttgart an.

Rund um den Stuttgarter Fernsehturm waren drei Stationen für die Höhenretter der Berufsfeuerwehren aufgebaut, die sie bewältigen mussten. Mit einem Startlauf von 60 Metern und einem Treppenstieg mit 740 Stufen begann der Wettbewerb. Die zweite Herausforderung bestand nach einer kurzen Erholungsphase darin, sich von der Aussichtsplattform des Fernsehturmes – in etwa 154 Metern Höhe – bis in die unterste Ebene abzuseilen. In der zweiten Hälfte des Tages kam die wohl schwierigste Aufgabe auf die Magdeburger Höhenretter zu: Die Jakobsleiter - eine übergroße Strickleiter, bei der die Abstände nach oben größer werden - hieß es bis auf etwa 15 Meter Höhe zu erklimmen. Mit einer sogenannten Schachtrettung stellte sich die Mannschaft der letzten Übung. Dafür wurde ein Retter mit einer zu rettenden Person in einen fünf Meter tiefen Schacht abgelassen und wieder hinausgezogen. Die Hilfsmittel dafür musste sich das Team mit dem wenigen Material, das zur Verfügung stand, selbst bauen.

 

Die Höhenretter der Landeshauptstadt, Andreas Schmalstieg, Daniel Haug, Ernst Datow, Mario Sämisch, Andreas Anton sowie André Sobczak, konnten alle Aufgaben ohne sicherheitsrelevante Strafzeiten meistern, denn vor allem auf Sicherheit bei der Ausführung kam es bei der Feuerwehrmesse an. Dafür wurden sie mit dem 7. Platz ausgezeichnet.

 

Aufgabe des Höhenrettungsdienstes ist es, Menschen an hoch- und tiefgelegenen Einsatzstellen zu retten. Dabei kann in den meisten Fällen nicht auf herkömmliche Rettungsmittel zurückgegriffen werden. Der Magdeburger Höhenrettungsdienst ist einer der ältesten bundesweit. Um rund um die Uhr eine Einsatzgruppe von fünf voll ausgebildeten Höhenrettern in den drei Dienstschichten auf der Feuerwache Nord in Dienst zu haben, wurden auf der Basis der Freiwilligkeit rund 40 Feuerwehrleute zum Höhenretter an der Brand- und Katastrophenschutzschule Heyrothsberge ausgebildet. Neben ihrer Grundausbildung und dem regelmäßigen Training werden diese Feuerwehrleute nach speziellen Vorgaben arbeitsmedizinisch unter anderem auf Höhentauglichkeit untersucht. Ihre spezielle Ausrüstung wird bei jedem Einsatz auf einer Drehleiter des Löschzuges der Feuerwache Nord mitgeführt. Diese entstammt im Wesentlichen dem Bergsport und dem Bereich der Industriekletterer.



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