Münsterland e. V. - Medienmitteilung

30. Juni 2016

Die Marke Münsterland: Im übersättigten Markt zählen nur Spitzenleistungen

Mitgliederversammlung des Münsterland e.V. rückt mit Experten-Vortrag die Zukunftschancen in den Blick


MÜNSTERLAND/MÜNSTER

Wer einen Urlaub bucht, spendet das, von dem er häufig am wenigsten hat: Aufmerksamkeit, Zeit und Geld. Die Aufgabe, diesen Menschen von einem Urlaub im Münsterland zu überzeugen, ist also immens. Das machte Dr. Christoph Engl, Marken-Experte und ehemaliger Direktor der Südtirol Marketing Gesellschaft, den Teilnehmern der jährlichen Mitgliederversammlung des Münsterland e.V. am Mittwochabend in der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen schnell und plakativ klar. „In den Märkten, in denen wir agieren, gibt es von allem zu viel. Deshalb gewinnt der, der die meiste Aufmerksamkeit erzielt“, erklärte Engl. Und dies gelinge nicht durch breite Vielfalt, sondern durch Spitzenleistungen.


Welches Bild soll man von uns haben? Das sei die zentrale Frage, die beantwortet werden müsse – und zwar in einem Satz. Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass man weiß, was man überhaupt verkaufen will. Beispiele dafür hatte Dr. Christoph Engl dabei. Teure Kaffeekapseln in 24 verschiedenen Sorten: Einfachheit und Individualität. Teure Gesichtscreme: Hoffnung. Teures Katzenfutter: Überdurchschnittliche Liebe zum Tier. „Viele Regionen denken außerdem, dass sie ein Wahrnehmungsproblem haben und nicht bekannt genug sind“, sagt Engl. „Aber das ist falsch. Was bringt es mir, wenn ich bekannt bin, mich aber niemand haben will? Wichtig ist es, seine Spitzenleistung zu festzulegen und sich darauf zu konzentrieren.“ Am Ende sei es wie bei einem Orchester: Man muss beschlossen haben, welches Stück man spielt. Alle sollten die gleiche Seite aufgeschlagen haben. Die Stimmung ist festgelegt. Jeder weiß, wann er zu spielen und zu schweigen hat. Als Dirigent wird derjenige ausgewählt, von dem sich alle einig sind, dass er es am besten kann.


Dieses System ist laut Engl auf jeden Bereich des Münsterlands anwendbar – und das wird es bereits auch. „Unsere Region muss ihre Spitzenleistungen bekannt machen“, erklärte Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V. Dafür arbeitet die regionale Entwicklungs- und Marketingorganisation kontinuierlich mit verschiedenen Förderprojekten zur Innovations- und Gründerförderung, Fachkräftesicherung, einer Qualitäts- und Service-Offensive im touristischen Bereich sowie Netzwerk- und Weiterbildungsangeboten in der Kultur. Wie wichtig dabei das gemeinsame Engagement der Akteure in der Region ist, betonte Gastgeber Karl-Friedrich Schulte-Uebbing, Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen: „Wir müssen zusammenarbeiten und institutionelle und mentale Grenzen überwinden, um voranzukommen.“





Pressekontakt: Sabrina Becker, Telefon 02571/949304
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Dr. Christoph Engl

Bekanntheit reicht nicht. Begehrlichkeit ist wichtig. Marken-Experte Dr. Christoph Engl erklärte am Mittwochabend auf der Mitgliederversammlung des Münsterland e.V., warum bei der Marke Münsterland nur Spitzenleistung zählen sollte. Foto: Münsterland e.V.
Dr. Christoph Engl



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