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Eine Rotbuche im Borkener Stadtpark ist wegen massivem Pilzbefall nicht mehr standsicher und muss leider entfernt werden

Rotbuche so stark beeinträchtigt, dass baumpflegerische Maßnahmen die Lebensdauer des Gehölzes nicht verlängern können

08. Juli 2016. Eine Rotbuche im Borkener Stadtpark ist nicht mehr standsicher und muss leider entfernt werden. In den vergangenen Wochen kam es bei einer Rotbuche (Fagus silvatica) zu einer massenhaften Ausbreitung des so genannten Riesenporling, einer wurzelholzzersetzenden Pilzart. Die Pilzfruchtkörper des Riesenporling (Meripilus giganteus) haben das gesamte Wurzelwerk und den nur eingeschränkt vorhandenen Wurzelteller der Rotbuche erfasst. Der Befund wurde durch den städt. Baumsachverständigen festgestellt, der den Baum und dessen abnehmende Vitalität schon seit längerem beobachtet.

Das Gehölz steht in der Rasenfläche direkt am Radweg durch den Stadtpark. Der Stamm ist leicht geneigt. An seinem Standort - ca. zwischen Krankenhaus und Ehrenmal - weist das rd. 80 - 100-jährige Gehölz einen durchaus stattlichen Kronenumfang auf.

In den vergangenen Jahren haben sich der Totholzanteil und die lichten Stellen im Blätterdach jedoch stark vermehrt. Kräuselblätter und so genannte `Krähenfüsse` (gebogene und geknickte Endtriebe) deuteten den Fachleuten beim städtischen Bauhof schon seit einigen Jahren die eingeschränkte Vitalität des Baumes an. Bei der periodisch durchgeführten Gehölzkontrolle der Stadt Borken ist diese Buche seit einigen Jahren als vitälitätseingeschränkt und geschwächt aufgeführt. Ein weiteres Einschreiten durch massiven Rückschnitt, bzw. Sonderbehandlungen war in den vergangenen Jahren jedoch noch nicht angezeigt.

Gerne würde die Stadt Borken nun durch baumpflegerische Maßnahmen das Gehölz noch ein paar Jahre erhalten. Leider ist mit dem nun auftretenden Massenbefall des Riesenporlings die Stand- und Bruchsicherheit der Rotbuche jedoch so stark beeinträchtigt, dass baumpflegerische Maßnahmen die Lebensdauer des Gehölzes nicht verlängern können. Ein kurzfristiger Handlungsbedarf ist insofern angezeigt, da das Gehölz an einer stark frequentierten Stelle des Stadtparks direkt am Geh- und Radweg steht.

Die Rotbuche soll Anfang nächster Woche gefällt werden.

Im Umfeld stehen einige Bergahorn (Acer pseudoplatanus), Eichen (Quercus robur) und Platanen (Platanus acerifolia), die das fehlende Blätterdach in den kommenden Jahren wieder schließen werden.

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