Frühe Impulse zur Integration von Geflüchteten

27. Juli 2016. Die Integration von Geflüchteten ist aktuell für Kommunen eine der vordringlichsten Aufgaben. Ein wichtiger Schritt dabei ist, Menschen, die zu uns kommen und dauerhaft in Deutschland bleiben, im Arbeitsmarkt eine Perspektive zu bieten. „Mit der Kommunalen Arbeitsförderung des Sozialamtes haben wir ein erfolgreiches Konzept für einen kurzfristigen Übergang in die Erwerbsarbeit für zufluchtssuchende Menschen zwischen 25 und 50 Jahren entwickelt“, sagt Stadtkämmerer und Sozialdezernent Christian Geselle.

Einem freiwilligen Angebot zur Basisqualifizierung und Orientierung im niedrigschwelligen Dienstleistungsbereich (kurz: „BonD I“) der Kommunalen Arbeitsförderung sind zuletzt im Zeitraum von Anfang April bis Ende Juli 2016 rund 30 Zufluchtssuchende gefolgt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer - häufig erst wenige Monate in Deutschland - nahmen täglich vormittags vier Unterrichtsstunden an einem Sprach- und Orientierungskurs teil und erhielten nachmittags im selben Umfang eine berufliche Einstiegsqualifizierung in den Bereichen Lager/Logistik sowie Hauswirtschaft/ Gastronomie. Sozialdezernent Geselle: „Ich gehe fest davon aus, dass der Hilfskräftebedarf in diesen Arbeitsfeldern eine existenzsichernde Perspektive für die Geflüchteten bieten kann.“

Über die Hälfte der an der Maßnahme Teilnehmenden konnte den Qualifizierungskurs erfolgreich abschließen. Sie konnten sowohl ihr Sprachniveau deutlich verbessern als auch berufliches Grundwissen in den ausgewählten Dienstleistungsbereichen erwerben. Dadurch ist es gelungen, im letzten Monat der Maßnahme 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in betriebliche Praktikumsstellen zu vermitteln. Ein Teilnehmer erhält sogar unmittelbar einen Arbeitsvertrag auf dem ersten Arbeitsmarkt. Die Maßnahme stand allen interessierten Geflüchteten mit Wohnsitz in der Stadt Kassel -mit Ausnahme der Menschen aus sicheren Herkunftsstaaten- offen.

„BonD I“ mit einem Kostenvolumen von insgesamt rund 65.000 Euro wurde mit Mitteln des Landes Hessen, des Europäischen Sozialfonds sowie städtischen Haushaltsmitteln umgesetzt. „Der Großteil der zu uns Geflüchteten ist motiviert. Ihre Lernfreude und engagierte Mitarbeit im Projekt bestätigen unseren Ansatz, der auf eine frühzeitige Berufsintegration abzielt. Jetzt gilt es, Folgemaßnahmen als weitere Integrationsschritte zu initiieren“, erklärte Geselle abschließend.

Ab dem Spätsommer 2016 führt die Kommunale Arbeitsförderung des Sozialamtes weitere Maßnahmen für in der Stadt Kassel wohnhaften Geflüchteten durch. Zwei dieser Maßnahmen für insgesamt bis zu 60 Personen koppeln erneut Sprache mit einer beruflichen Einstiegsqualifizierung, bei einer Maßnahme handelt es sich um einen reinen Sprachkurs. Nähere Auskünfte gibt die Kommunale Arbeitsförderung unter den Telefonnummern (0561) 787 58 01 oder 787 58 13.

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