Stadt Kassel erweiterte und sanierte die Kita Menzelstraße

23. September 2016. Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist es erforderlich, in ganz Kassel weitere Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren zu schaffen. Da in der Südstadt die Nachfrage in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist, hat die Stadt Kassel jetzt die Kita Menzelstraße entsprechend baulich erweitert. Im gleichen Zuge wurde das bestehende Gebäude energetisch saniert.

„Wir freuen uns, mit dem Anbau den U3-Bereich als Schwerpunkt konzeptionell ausbauen zu können. Durch die Eröffnung der neuen Krippengruppe können zwölf weitere Kinder unter drei Jahren aufgenommen werden“, erklärt Kassels Jugend-Stadträtin Anne Janz anlässlich der Einweihung des Erweiterungsbaues am Samstag, 24. September 2016. In der Kita Menzelstraße werden seit dem Jahr 2007 Kinder unter drei Jahren betreut. Nach der Erweiterung werden dort nun bis zu 30 Kinder unter drei Jahren betreut: 24 Kinder in den beiden Krippen und bis zu sechs Kinder in der alterserweiterten Gruppe.

Die Plätze werden nach Anmeldedatum und den Zugangskriterien der gültigen Kita-Satzung zur Erfüllung des Rechtsanspruches vergeben. Die Übergänge ab dem dritten Lebensjahr aus den Krippen in die alterserweiterte Gruppe und in die beiden Kindergartengruppen werden von den pädagogischen Fachkräften in Absprache mit den Eltern begleitet. So können neue Kinder nicht nur zum Beginn des Kindergartenjahres in die Krippen aufgenommen werden, sondern zeitnah mit Vollendung des ersten Lebensjahres.

„Die vielfältigen Anforderungen in der Kinderbetreuung erfordern intelligente Lösungen, auch baulich. Um diesen im Detail gerecht zu werden ist es gut, dass die Planungsabteilung im städtischen Hochbauamt in enger Abstimmung mit den Nutzerinnen und Nutzern der Kita individuelle Lösungen erarbeitet“, erklärt Kassels Stadtbaurat Christof Nolda.

Im Zuge der energetischen Sanierung des Bestandsgebäudes wurde die Kindertagestätte um einen großzügigen Gruppenraum erweitert, der direkt am südwestlichen Gebäudeende anschließt. Die bisherige Flur-Zone der Kindertagestätte wurde verlängert und bindet den Neubau an das Bestandsgebäude an. Der neue Gruppenraum kann mittels einer mobilen Trennwand in einen Gruppenraum und einem Schlafraum getrennt werden. Der Erweiterungsbau enthält zudem einen Waschraum, der sowohl von der neuen U3-Gruppe, als auch von der angrenzenden Gruppe im bestehenden Gebäude genutzt wird.

Die Kubatur des Neubaus wird durch das zweifach geneigte Dach geprägt, das am Hoch- und Tiefpunkt die Höhen des Bestandsgebäudes aufnimmt. Die dunkelgraue, bewusst unregelmäßig gestaltete Holzfassade des Anbaus steht im Kontrast zu der weißen, energetisch sanierten Putzfassade des Bestandsgebäudes. Für das Gebäude wurde ein Farbkonzept entwickelt: Intensive Grün- und Gelbtöne setzen innen wie außen Akzente im Raum und in der Fassade.

Das Bestandgebäude wurde 1977/78 mit dem damals üblichen geringen Wärmeschutz errichtet. Durch die energetische Sanierung wird künftig nicht nur Energie gespart, sondern auch durch höhere Oberflächentemperatur in der Heizperiode die Behaglichkeit für die Kinder und die Betreuerinnen deutlich erhöht. Die besseren Fenster und die neue Wärmedämmung verhindern im Sommer aber auch, dass sich der Raum aufheizt.

Bei der Sanierung des bestehenden Gebäudes wurden die Fassaden inklusive der Fenster sowie der Flachdächer deutlich über den aktuell gültigen Vorgaben der Energiesparverordnung erneuert. Der Fassadenaufbau besteht nun aus einem Wärmedämmverbundsystem mit 18 Zentimeter Mineralwolle und einer Putzschicht.

Nicht nur das Gebäude wurde erneuert, auch die Außenanlagen wurden teilweise neu gestaltet. Dabei wurde auch der Spielbereich für die unter dreijährigen Kinder vergrößert.

Hintergrund

Sanierung und Erweiterung der Kita Menzelstraße haben etwa 1,1 Millionen Euro gekostet. Baubeginn war im Herbst 2015, fertiggestellt wurde das Gebäude im August 2016. Die gesamte Gebäude- und Haustechnikplanung sowie die Umsetzung und Bauleitung erfolgte durch das Amt Hochbau und Gebäudebewirtschaftung der Stadt Kassel unter Zuarbeit von Fachplaner für Boden, Statik, Brandschutz und Außenanlagen.

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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Ingo Happel-Emrich


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