„Magdeburger Moderne – Siedlungen der 1920er Jahre“
Neue Ausstellung im IBA-Shop
Das Stadtplanungsamt lädt ab dem kommenden Mittwoch, 12. Oktober, zur neuen Ausstellung „Magdeburger Moderne – Siedlungen der 1920er Jahre“ ein. Im IBA-Shop in der Regierungsstraße 37 können sich Interessierte über die Magdeburger Wohnungs- und Siedlungsgestaltung in den 1920er Jahren informieren. Der Eintritt ist frei.
Die Dauerausstellung legt ihr Hauptaugenmerk auf acht bekannte Magdeburger Siedlungen der damaligen Zeit: die Siedlung Heimat, die Angersiedlung, die Curiesiedlung, die Gartenstadt-Kolonie Reform, die Hermann-Beims-Siedlung, die Siedlung Cracau sowie die Siedlungen Schneidersgarten und Westernplan.
In den 1920er Jahren gebaute Siedlungen setzten sowohl gestalterisch als auch funktional neue Maßstäbe im sozialen Wohnungsbau. Sie boten ihren Mietern gut belichtete und belüftete Wohnungen mit klar definierten Raumfunktionen sowie attraktiv gestaltetem und begrüntem Wohnumfeld. Der Baustil zeichnet sich unter anderem durch klare Linien, kubische Baukörper und Farbe an den Fassaden und in den Wohnungen aus.
Zusätzlich zur Wohnungs- und Siedlungsgestaltung werden zeitgenössische Architekten vorgestellt. So zum Beispiel Bruno Taut, Vertreter einer jungen und unkonventionellen Architektengeneration, der 1921 als Stadtbaurat nach Magdeburg kam. Er stellte für Magdeburg die Weichen als „Stadt der Moderne“, „Stadt des Neuen Bauens“ und als „Bunte Stadt“. Sein bis 1923 entwickelter Generalsiedlungsplan prägte die Magdeburger Stadtentwicklung über Jahrzehnte und teilweise bis heute.
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