Für die Stadtteile Rothenditmold, Wesertor, Forstfeld und Waldau erhält die Stadt Kassel von Bund und Land insgesamt 1,5 Mio. Euro aus dem Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“. Für die Stadtteile Unterneustadt und Bettenhausen gibt es aus dem Programm „Stadtumbau“ 705.000 Euro. Außerdem werden die Renaturierung des Geilebachs in Harleshausen mit 852.000 Euro aus der Abwasserabgabe sowie die Friedrich-Ebert-Straße aus dem Programm „Aktive Kernbereiche“ mit 701.000 Euro gefördert.
25. Oktober 2016. Insgesamt etwa 2,9 Millionen Euro erhält die Stadt Kassel in diesem Jahr aus drei Städtebauförderungsprogrammen. Zusammen mit dem städtischen Eigenanteil stehen ca. 4,4 Millionen Euro zur Verfügung für Investitionen in den vier östlichen Stadtteilen Forstfeld, Bettenhausen, Unterneustadt und Waldau, in Rothenditmold und Wesertor sowie in der Friedrich-Ebert-Straße.
Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser überreichte heute die Zuwendungsbescheide an Oberbürgermeister Bertram Hilgen. „Das Land Hessen fördert die nachhaltige Stadtentwicklung und -erneuerung hessischer Kommunen. Möglich wird dies durch umfangreich ausgestattete Förderprogramme, die zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte vom Land getragen werden. Auch die Stadt Kassel profitiert davon und ich freue mich, heute gleich mehrere Bescheide überreichen zu können“, sagte die Staatssekretärin im für Stadtentwicklung zuständigen hessischen Umweltministerium, Dr. Beatrix Tappeser, im Kasseler Rathaus. „Beim Stadtumbau fördern wir verstärkt Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung, im Programm Soziale Stadt geht es vor allem darum, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort Stadtentwicklungsprojekte umzusetzen“, so Tappeser. „Das Programm Aktive Kernbereiche wiederum fördert Projekte für attraktive Innenstädte mit kurzen Wegen, einer guten Nahversorgung und einem abwechslungsreichen Freizeitangebot.“
Aktive Kernbereiche/ Friedrich-Ebert-Straße
Nach erfolgreicher Fertigstellung der Neugestaltung der Friedrich-Ebert-Straße wurden zur Weiterentwicklung des räumlichen Umfelds weitere Fördermittel in Höhe von 701.000 Euro bewilligt, zusammen mit dem städtischen Eigenanteil stehen ca. 876.000 Euro zur Verfügung. Sie werden vor allem für Wohnumfeldmaßnahmen rund um die Friedrich-Ebert-Straße verwendet. Priorität haben dabei die Neugestaltung wohnungsnaher Freiflächen an der sogenannten „Grünen Banane“ und die Neuorganisation von Stellplätzen im Quartier. Darüber hinaus werden Öffentlichkeitsarbeit und Steuerung im Projekt Friedrich-Ebert-Straße weiter gefördert.
„Mit dieser Förderung kann die erfolgreiche Neugestaltung der Friedrich-Ebert-Straße auch im Hinblick auf ihre Funktion als attraktiver innerstädtischer Wohnstandort fortgesetzt werden“ erläuterte Oberbürgermeister Bertram Hilgen. „Die Maßnahmen, die noch in diesem Jahr vorbereitet werden, tragen deutlich zur Freiraumqualität im direkten Umfeld der Friedrich-Ebert-Straße bei.“
Für Maßnahmen in den Stadtteilen Rothenditmold, Wesertor, Forstfeld und Waldau erhält die Stadt Kassel in diesem Jahr insgesamt 1,5 Millionen Euro aus dem Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“. Einschließlich des städtischen Eigenanteils sind für Rothenditmold 1,2 Millionen Euro, für das Wesertor 604.000 Euro und für den kombinierten Förderbereich Forstfeld / Waldau 290.000 Euro bestimmt.
Mit dem Programm, das von Bund und Land zu gleichen Teilen finanziert wird und mit Eigenmitteln der Kommunen aufgestockt werden muss, werden Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf gefördert. Ziel ist eine nachhaltige Stadterneuerung durch bauliche Maßnahmen und ergänzende soziale, kulturelle, ökologische und wirtschaftliche Aktivitäten.
Stadtbaurat Christof Nolda betonte: „Wichtiger Bestandteil der Förderung aus dem Programm Soziale Stadt ist die Beteiligung. Wir sind froh, dass die Verwendung der Fördermittel umfänglich mit den Ortsbeiräten und Stadtteilgremien diskutiert wird. Das ist eine große Chance, die Mittel mit Erfolg für den Stadtteil zu verwenden.“ In Rothenditmold wird das Stadtteilmanagement weiter gefördert. Vorgesehen ist beispielsweise auch, den Sportplatz beim ESV Jahn weiter auszubauen, eine Fußball- und Basketballbox für Jugendliche zu errichten und Platz- und Spielplatzflächen neu zu gestalten.
Im Wesertor soll das Geld unter anderem genutzt werden, um ein Entwicklungskonzept von Potenzialstandorten zu erstellen. Geh- und Parkflächen in der Ysenburgstraße sollen verbessert sowie die Freiflächen und der Schulhof des Goethe-Gymnasiums in der Ysenburgstraße aufgewertet werden.
Für Forstfeld und Waldau wird die Einrichtung eines Stadtteilmanagements gefördert. Weitere Projekte sind unter anderem ein Entwicklungskonzept für die Wohnstadt Waldau und die Modernisierung des Stadtteil- und Jugendtreffpunktes Haus Forstbachweg.
Neue Städtebauförderung auch für Unterneustadt und Bettenhausen
Auf der Grundlage des im Juli 2015 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Kasseler Osten hat die Stadtverwaltung für die vier Stadtteile im Kasseler Osten erfolgreich Anträge für eine Städtebauförderung gestellt: Neben dem Förderbereich Forstfeld / Waldau im Programmschwerpunkt „Soziale Stadt“ wird es auch für die beiden Stadtteile Unterneustadt und Bettenhausen eine Städtebauförderung geben, allerdings mit dem Schwerpunkt „Stadtumbau“. Dieses Programm unterstützt die Kommunen dabei, frühzeitig auf den wirtschaftlichen und demografischen Strukturwandel in Stadtteilen zu reagieren.
Bereits am Montag, 17. Oktober, hatte Umweltministerin Priska Hinz in Wiesbaden den Förderbescheid in Höhe von 705.000 Euro an Kassels Stadtbaurat Christof Nolda überreicht. Einschließlich des städtischen Eigenanteils stehen für das neue Stadtumbaugebiet insgesamt 1 Mio. Euro zur Verfügung. Damit sollen auch in der Unterneustadt und Bettenhausen ein Stadtteilmanagement eingerichtet und vorbereitend städtebauliche Rahmenplanungen für den Bereich zwischen Fulda und Sandershäuser Straße erarbeitet werden. Im Weiteren ist unter anderem geplant, den Stadtteiltreffpunkt Agathof zu sanieren.
Damit besteht nun in allen vier Stadtteilen des Kasseler Ostens die Möglichkeit, einzelne Maßnahmenvorschläge aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept zu realisieren. Der Förderzeitraum für die beiden Förderbereiche im Kasseler Osten wird erfahrungsgemäß etwa zehn Jahre umfassen.
Einzelheiten zu den Fördergebieten sollen den Bürgerinnen und Bürgern in einer gemeinsamen öffentlichen Sitzung der Ortsbeiräte Forstfeld, Waldau, Unterneustadt und Bettenhausen vorgestellt werden. Die Sitzung findet am Mittwoch, 23. November, statt. Beginn ist um 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus, Bergshäuser Straße 9, im Stadtteil Waldau.
Naturnahe Umgestaltung des Geilebachs
Neben den Zuwendungen aus den beiden Städtebauförderungsprogrammen erhält die Stadt Kassel aus der Abwasserabgabe 852.000 Euro. Die Mittel werden eingesetzt, um den Geilebach in Kassel-Harleshausen naturnaher zu gestalten. Dazu wird das Gewässer auf die südliche Seite der Straße "Am Stockweg" verlegt und dort eine Gewässerentwicklungsfläche mit mäandrierendem Gewässerverlauf mit unterschiedlichen Böschungsneigungen geschaffen. Im Bereich "Im Baumhof" entsteht ebenfalls eine Gewässerentwicklungsfläche. Zusätzlich baut KASSELWASSER im Zuge dieser Maßnahme einen Wall, der den Hochwasserschutz für den nachfolgenden innerstädtischen Bereich verbessert.
Diese beiden geförderten Abschnitte ergänzen die bereits mit eigenen Geldern und Ausgleichsmitteln von HessenMobil durchgeführte naturnahe Gestaltung am Geilebach im Bereich "Zum Feldlager".
„Von der Renaturierung des Geilebachs profitiert nicht nur die Gewässerökologie“ sagte Staatssekretärin Dr. Tappeser. “Sie kommt einem besseren Hochwasserschutz zu Gute und schafft für die Bürgerinnen und Bürger einen innerstädtischen Rückzugsort.“
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