31. Oktober 2016. Eines der wohl bekanntesten Werke der europäischen Musikgeschichte wird am Samstag, 5. November, 14 Uhr, im Dom Sankt Peter zu Fritzlar erklingen: Studierende der Musikakademie und Gäste sind unter der Leitung von Professor Gregor Hollmann mit dem Oratorium „Der Messias“ zu erleben. Unterstützt wurde er bei der Einstudierung durch die Spezialistin für historisch-informierte Aufführungspraxis, Annette Wehnert-Steffen, die auch an der Hochschule für Musik und Theater Köln lehrt.
Auf dem Programm steht aber nicht die ursprüngliche Fassung Georg Friederich Händels sondern die Bearbeitung des Werks von Wolfgang Amadeus Mozart, die sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreut.
Informationen zu Professor Gregor Hollmann unter: http://www.stadt-kassel.de/miniwebs/musikakademie/03312/
Der Eintritt für die Veranstaltung beträgt acht Euro. Einen ermäßigten Eintritt zu sechs Euro erhalten Schülerinnen und Schüler, Studierende oder Schwerbehinderte gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises. Hintergrund:
Georg Friedrich Händel komponierte den Messias im Jahre 1741 in der für ihn üblichen kurzen Zeitspanne zwischen dem 22. August und dem 12. September. Nach etlichen beruflichen Rückschlägen als Intendant seines privat geführten Opernhauses in London hatte er die Einladung zu einem längeren Aufenthalt in Irland gern angenommen und nutze den Sommer für „The Messiah“. Ein Jahr später folgte die enthusiastisch gefeierte Uraufführung des Werks in Dublin. Was man sich heute kaum noch vorstellen kann: Die Londoner bereiteten dem Werk, das 1743 in London auf die Bühne kam, zunächst einen eher verhaltenen Empfang. Erst ab 1750 eröffnete es den jährlichen Oriatorienreigen in Fastenzeit und zog dann seinen Siegeszug um die ganze Welt an. In Wien zum Beispiel war der barockliebende Baron van Swieten so begeistert von der Ausdruckskraft der Komposition, dass er Wolfgang Amadeus Mozart mit einer Bearbeitung des Werks beauftragte.
Auch wenn der Messias uns heute als Inbegriff eines geistlichen Chorwerks gilt und vor allem in Kirchen aufgeführt wird - angelegt und komponiert wurde es für ein eher weltliches Vergnügen einer Aufführung im Theater, in denen während der Karwoche keine szenischen Werke aufgeführt werden durften. Und dort ein Werk aufzuführen, dessen Text weitgehend Bibelzitate verwendet, führte im London der 1740er zu einem kleinen Musikskandal.
Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Jonas Bickmann
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Chor und Orchester der Musikakademie bei einer Aufführung in Kirche Sankt Marien
Das Foto zeigt Chor und Orchester der Musikakademie bei einer Aufführung in Kirche Sankt Marien im April 2016. Der Fotograf war Daniel Rothen.
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