„Verschlüsselte Sprache und verborgener Klang“ - ein anderer Blick auf Johann Sebastian Bachs berühmte Chaconne für Violine allein

02. November 2016. Eines der bekanntesten und anspruchsvollsten Werke der Musikgeschichte steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung der Musikakademie am Buß-und Bettag, Mittwoch, 16. November, ab 19 Uhr in der evangelischen Kirche Rothenditmold, Wolfhager Straße 180. Studierende der Instrumental- und Gesangsklassen sowie Johannes Köppl, Orgel und seit dem vergangenen Semester Dozent für Musiktheorie an der Musikakademie, nähern sich auf unterschiedliche Weise musikalisch Johann Sebastian Bachs Chaconne für Violine allein, dem letzten Satz Partita Nummer 2, d-Moll, Bachwerkeverzeichnis 1004.

Die Geigerin und Musikwissenschaftlerin Helga Thoene, langjährige Professorin an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, war ein Berufsleben lang auf den Spuren des Geheimnisses der Chaconne. Sie entdeckte dabei zwischen den Zeilen der Partitur vielfältige musikalische, philosophische, theologische oder biografische Bezüge. Ihre Veröffentlichungen begeisterten auch die Dozentinnen und Dozenten wie Studierenden der Musikakademie. Reinhard Ardelt, Dozent für Musiktheorie und Orgel an der Musikakademie, stellte ein abwechslungsreiches Programm zusammen, anhand dessen Thoenes Spurensuche nachvollzogen werden kann.

Hintergrund:

Dass Bach nicht nur Organist und Kantor an der Leipziger Thomaskirche war, gerät angesichts seines kirchenmusikalischen Werks häufig fast schon in Vergessenheit. Die „6 Soli“ (je drei Sonaten und Partiten für Violine allein) entstanden während seiner Zeit als Kapellmeister am Hofe in Köthen. Sie geben lebhaft Zeugnis von seiner Meisterschaft auf der Violine. Bis heute zählen sie im Kernrepertoire im Studien- und Konzertbetrieb. Klangfülle, technische Schwierigkeiten und Bachs große Kunst, mehrstimmig auf einem Melodieinstrument zu komponieren, faszinieren Spielerinnen und Spieler wie das Publikum gleichermaßen. Gerade die Chaconne umgibt dabei von jeher ein Hauch von Rätselhaftigkeit.

Informationen zu Reinhard Ardelt und Johannes Köppl unter: http://www.stadt-kassel.de/miniwebs/musikakademie/03312/

Der Eintritt beträgt acht Euro. Einen ermäßigten Eintritt zu sechs Euro erhalten Schülerinnen und Schüler, Studierende oder Schwerbehinderte gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises.

Der Kartenverkauf erfolgt an der Abendkasse. Empfohlen wird eine telefonische Reservierung der Karten bei der Musikakademie unter der Telefonnummer 05 61/7 87-41 80, per Fax unter 05 61/7 87-41 88 oder per E-Mail unter musikakademie@kassel.de.

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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Susanne Albert


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