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Hanau, 02. November 2016
Themen des Mittelbücher Stadtteiltreffens: Neubaugebiet Nordwest, Überflutungsschutz, Kampf gegen Raser

Oberbürgermeister Claus Kaminsky hat beim jüngsten Stadtteiltreffen mit dem Ortsbeirat in Mittelbuchen bekräftigt, Bürgerinnen und Bürger am Planungsprozess für das dortige Neubaugebiet Nordwest intensiv zu beteiligen. Mit einer abschließenden Entscheidung über das Entstehen der vorgesehenen 123 Wohneinheiten rechnet er im dritten Quartal 2017. Zur Stadtteilentwicklung sagte Kaminsky weiter, in der nächsten Ortsbeiratssitzung werde ein Konzept vorgestellt. Weitere wichtige Themen des Stadtteiltreffens waren Vorkehrungen gegen Überflutungen und Tempomessungen in der Lützelbuchener Straße.

„Im Großen und Ganzen“ – im Vergleich zu manch anderem Hanauer Viertel – sei  die Stadtteilentwicklung in Mittelbuchen „unproblematisch“, sagte Kaminsky weiter. Was das Neubaugebiet Mittelbuchen Nordwest angehe, lade die Stadt am 29. November um 19 Uhr in die Mehrzweckhalle zu einer Bürgerversammlung ein, bei der selbstverständlich auch die Skeptiker zu Wort kämen. Diese Art der Bürgerbeteiligung sei von Gesetzes wegen nicht vorgeschrieben, der Stadt aber wichtig.

Da im Zusammenhang mit dem Neubaugebiet auch Sorgen wegen Überflutungen wie im vorigen Juni geäußert werden, berichtete Stadtrat Andreas Kowol ausführlich über das, was der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) vorbeugend für das Bewältigen einer nächsten Überflutung unternommen hat. Das betrifft insbesondere die Oberdorfelder Straße, wo ein Einlaufbecken mit Rechen errichtet und ein zusätzlicher Brückenablauf eingebaut wurde. Darüber hinaus befestigte HIS die Grabensohle mit Wasserbaupflaster. Der Eigenbetrieb prüft derzeit zusätzlich, ob und wie im Bereich des Bolzplatzes weitere Überflutungsflächen zu schaffen sind. Zu den Vorkehrungen gegen Hochwasser zählen auch, den dortigen Entwässerungsgraben regelmäßig zu mähen und bei Bedarf die Sohlen nachzuprofilieren. HIS kontrolliert die Rohrdurchlässe wöchentlich zweimal.

Feldwege spielten auch in anderer Hinsicht beim Stadtteiltreffen eine Rolle: OB Kaminsky berichtete, dass die Stadt die Bewirtschafter landwirtschaftlicher Flächen eindringlich darauf hingewiesen hat, die Grenzen insbesondere im Bereich von Ackerrandstreifen einzuhalten und diese gegebenenfalls mit Rasen  neu einzusäen. Anhand von Luftbildern lasse sich das kontrollieren. Ergäben sich Konflikte, seien satzungsrechtlich Konsequenzen nicht auszuschließen.

Ein Dauerthema in Mittelbuchen sind die Tempo-Überschreitungen von Verkehrsteilnehmern in der Lützelbuchener Straße. Der Oberbürgermeister berichtete, dass die in Folge Sabotage total beschädigte stationäre Messanlage an der Ortseinfahrt aus Richtung Bruchköbel nicht erneuert werde. Zum einen seien die Kosten in Höhe von 75.000 Euro im laufenden Etat nicht vorgesehen und der Standort zu nahe am bestehenden Fußgängerüberweg. Zum anderen, ergänzte Thorsten Wünschmann als Leiter der städtischen Ordnungsbehörde, flexible Blitzer hätten sich als effektiver erwiesen. Denn stationäre Radaranlagen verleiteten dazu, nach dem Passieren derselben wieder zu stark zu beschleunigen. Wünschmann ordnete die vorgenommenen flexiblen Messungen so, dass zu schnelles Fahren ohnehin in Richtung Bruchköbel zu registrieren sei. Hier summierten sich die Tempo-Überschreitungen laut Messprotokoll auf 1262 seit Jahresbeginn 2016, während  es in Richtung Ortsmitte  nur 241 auf der Durchfahrtsachse waren.

Stadtrat Kowol kündigte für den Mittelbücher Friedhof ein Kolumbarium an. Die Urnenwand soll 2017 entstehen, für sie hat HIS 20.000 Euro eingeplant.

Stadtrat Axel Weiss-Thiel berichtete, dass die undichten Stellen im Dach der Mehrzweckhalle repariert sein. Eine grundsätzliche Dacherneuerung sei nicht nötig. Aus dem Ortsbeirat wurde jedoch angemerkt, dass es jüngst wieder eine Regenpfütze auf dem Hallenboden gegeben habe. Dem will der städtische Eigenbetrieb Hanau Immobilien- und Baumanagement nachgehen.

Weiss-Thiel lobte die Entwicklung der Mittelbücher Nachbarschaftsinitiative. Mit ihrem äußerst regen Wirken sei sie ein Vorbild für andere in Hanau.

Nach dem Tod von Ortsvorsteher Arnold Hofacker war dieses Stadtteiltreffen das erste unter der Regie seiner Nachfolgerin Caroline Geier-Roth. Einen Ort oder eine Einrichtung nach Hofacker  zu benennen, hat der Ortsbeirat vorgeschlagen.  Dies unterstützte OB Kaminsky, bat aber mit zu bedenken, dass das Gedenken an Jean Fehlinger und Wilhelm Fischer dabei nicht zu vernachlässigen sei. Fehlinger war von 1960 bis 1972 letzter Bürgermeister des eigenständigen Mittelbuchens vor der Hanauer Eingemeindung. Fischer wirkte als Ortsvorsteher von 1976 bis 1981 und von 1985 bis 1992.        

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266

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