AG Menschen mit Behinderungen lädt zur Sitzung ein
Am 24.11 um 13.30 Uhr im Alten Rathaus
Am kommenden Donnerstag, den 24. November, trifft sich die kommunale Arbeitsgruppe Menschen mit Behinderungen um 13.30 Uhr im Franckesaal des Alten Rathauses. Die Arbeitsgruppe lädt zu ihrer 81. Sitzung ein.
Ständiges Thema sind Fragen zur Verbesserung der Barrierefreiheit im öffentlichen Personenverkehr, im städtischen Raum und bei öffentlich zugänglichen Gebäuden. Dazu werden Vertreter der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB), des Stadtplanungsamtes und des Tiefbauamtes anwesend sein.
An diesem Tag wird sich die Arbeitsgruppe außerdem mit der Anerkennung von Schwerbehinderten in Sachsen-Anhalt befassen. Dazu gibt es immer wieder Anfragen zum Verfahren und zu den Bearbeitungszeiten. Angefragt ist dazu das Versorgungsamt im Landesverwaltungsamt.
Darüber hinaus werden das Sozial- und Wohnungsamt sowie das Jobcenter über Betreuungsangebote und die Beratung von Menschen mit Behinderungen informieren. Es geht hier um die Ansprüche auf sogenannte Eingliederungshilfe nach dem SGB XII und auf Grundsicherung für arbeitsuchende Betroffene. „Nach wie vor ist der Anteil der Arbeitslosen unter den Menschen mit Behinderungen deutlich höher als im Durchschnitt der Bevölkerung“, kritisiert der Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt Hans-Peter Pischner. Deshalb sei es umso wichtiger, dieses Problem zu thematisieren.
Hintergrund
An der kommunalen AG Menschen mit Behinderungen beteiligen sich seit 1999 Mitglieder von Behindertenverbänden und -vereinen, Stadträte, Mitarbeiter von Fachbereichen und Ämtern der Stadtverwaltung sowie engagierte persönlich betroffene Aktive.
In Sachsen-Anhalt lebten 2015 rund 189.000 anerkannte Schwerbehinderte (ca. 8,5 Prozent der Bevölkerung). In der Landeshauptstadt sind mit Stand vom Dezember 2015 rund 18.000 Menschen amtlich als Schwerbehinderte anerkannt (7,5 Prozent), einschließlich der Behinderten mit einem Grad der Behinderung (GdB) unter 50 sind bis zu 25.000 Menschen betroffen (11 Prozent).
Von den Magdeburger Schwerbehinderten sind rund 9.800 in ihrer Mobilität wesentlich beeinträchtigt (Merkzeichen aG und G). Schätzungsweise 2.000 von ihnen sind auf einen Rollstuhl angewiesen. 293 sind blind, 201 gehörlos, und ca. 4.500 haben Anspruch auf die Mitnahme einer Begleitperson im ÖPNV (Merkzeichen B). Als hilflos gelten rund 2.200 Menschen (Merkzeichen H).
Fast 2.300 Magdeburger besitzen das Merkzeichen RF und zahlen aufgrund einer Seh- oder Hörbehinderung oder wegen einer schweren Behinderung einen ermäßigten Rundfunkbeitrag, soweit sie nicht wegen geringen Einkommens ganz befreit sind.
60 Prozent der Betroffenen sind 65 Jahre und älter. 52 Prozent der Behinderten sind Frauen. Mehr als 7.000 Magdeburger sind pflegebedürftig, rund 3.000 von ihnen werden in stationären Einrichtungen gepflegt.
Ansprechpartner:
Hans-Peter Pischner, Behindertenbeauftragter
Telefon 0391/ 540 2342
E-Mail: behindert@magdeburg.de
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