Stadt Kassel Logo Internet


Humanitäre Sprechstunde für Kassel

27. Dezember 2016. Ab Anfang nächsten Jahres wird im Kurhessischen Diakonissenhaus eine Humanitäre Sprechstunde angeboten, um Menschen ohne Krankenversicherung Zugang zu einer medizinischen Basis-Versorgung zu bieten. Damit werden die Fahrenden Ärzte e. V. mit Unterstützung der Stadt Kassel ihr herausragendes Engagement für Menschen am Rande der Gesellschaft um ein weiteres Standbein erweitern.

„Ein solches Angebot gibt es bereits in anderen hessischen Städten, und daher freuen wir uns sehr, dass unser Verein das nun für Kassel umsetzen kann“, so Dr. Gero Moog, der Vorsitzende der Fahrenden Ärzte. Die Räume stellt die Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus zu einem sehr günstigen Mietpreis zur Verfügung. Dessen kommissarischer theologische Vorstand Dr. Eberhard Schwarz zeigt sich erfreut über die gute Zusammenarbeit der Fahrenden Ärzte und der Stadt Kassel: „Auf diese Weise können die Räume im Sinne unseres diakonischen Auftrags weiter genutzt werden.“

Seitens der Stadt engagieren sich das Sozialamt und das Gesundheitsamt Region Kassel für dieses Projekt. „Als Gesundheitsdezernentin freue ich mich, dass die Fahrenden Ärzte mit Unterstützung des Diakonissenhauses und in enger Kooperation mit dem Sozialamt und dem Gesundheitsamt Region Kassel einen Baustein zur Versorgung für Menschen in sehr schwierigen Lebenslagen zur Verfügung stellen“, so Stadträtin Anne Janz.

Das Sozialamt springt ein, wenn sonst keinerlei Versorgung greift und wird die im Rahmen der Humanitären Sprechstunde im Einzelfall erforderlichen Medikamente und Verbandsmaterialen finanzieren. Wenn bei Menschen ein akuter medizinischer Notfall besteht, sind die Krankenhäuser zur Behandlung verpflichtet. Setzt eine medizinische Versorgung der Menschen ein, bevor Symptome bedrohlich werden, kann sich das eventuell auch entlastend auf die Notaufnahmen und die Kosten auswirken.

Aus welchen Bereichen und in welcher Zahl Menschen das Angebot annehmen werden, lässt sich nur sehr schwer prognostizieren. Im Wesentlichen sollen Projekte und Netzwerkpartner, die bereits andere Angebote für Menschen in schwierigen Lebenslagen unterhalten, auf die Humanitäre Sprechstunde aufmerksam machen. Dazu gehört beispielsweise das Projekt „Gwen - Gesundheitsförderung weiterentwickeln – Hilfe für neuzugewanderte Unionsbürgerinnen, die in Kassel in der Prostitution tätig sind“, das von der Europäische Union aus dem Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird. Mit der Humanitären Sprechstunde werden die Streetworkerinnen in die Lage versetzt, diesen Frauen, deren Gesundheitszustand häufig sehr schlecht ist, früher Zugang zu Untersuchungen und zur Behandlung zu ermöglichen.

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Michael Schwab



Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel

Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@kassel.de

Pressesprecher Ingo Happel-Emrich

Kassel und die Region im Internet: www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de

presse-service.de Die Pressestelle der documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie auch Mitteilungen weiterer Pressestellen abonnieren, Ihr Interessenprofil verwalten oder sich ganz aus dem Verteiler löschen.


Seite schließen