Internationaler Frauentag am 8. März 2017

06. März 2017. Anlässlich des Internationalen Frauentags macht Frauendezernentin Anne Janz auf die Situation alleinerziehender Frauen aufmerksam: „Obwohl Frauen und Mädchen gute Bildungschancen haben und immer mehr Frauen erwerbstätig sind, ist noch keine Gleichheit beim Verdienst erreicht. Frauen können trotz Erwerbsarbeit häufig die Existenz für sich und ihre Kinder nicht eigenständig sichern und sind auf staatliche Unterstützung angewiesen. Das Armutsrisiko ist für Alleinerziehende sehr hoch. Das belegen auch die Zahlen der Stadt Kassel.“

Mehr als jede fünfte in Deutschland lebende Familie ist eine Einelternfamilie, Tendenz zunehmend. In neun von zehn Fällen sind es die Mütter, die sich nach einer Trennung um die Kinder kümmern. Alleinerziehend zu sein ist häufig mit einem Leben in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen verbunden. Die Zahl der Partnerfamilien mit Kindern im SGB II-Bezug im Verhältnis zu allen Partnerfamilien mit Kindern betrug im Jahr 2015 14,8 Prozent. Bei den Alleinerziehenden waren es 38,6 Prozent.

Die Gründe dafür, dass es häufig schwierig ist, ein gutes Auskommen durch eine eigene Erwerbstätigkeit zu erwirtschaften, sind vielfältig. Teilzeittätigkeiten mit einem auskömmlichen Verdienst und guten beruflichen Entwicklungsperspektiven sind nicht leicht zu finden. Viele Arbeitgeber bieten flexible Arbeitszeitmodelle an, doch trotzdem lassen sich Arbeitszeiten häufig nicht mit Kinderbetreuungszeiten übereinbringen. Die digitale Entwicklung bringt hier weiter neue Möglichkeiten. Aber in vielen Bereichen, in denen überwiegend Frauen arbeiten, wie dem Einzelhandel und der Pflege, können diese kaum genutzt werden.

Grundsätzlich ist gerade für Alleinerziehende eine gute Infrastruktur wichtig. Hier sei in Kassel bereits viel geleistet worden, so Stadträtin Janz: „Wir haben in den letzten Jahren die Kinderbetreuung weiter ausgebaut und unterstützen zum Beispiel auch die berufliche Ausbildung für junge Alleinerziehende, indem wir Teilzeitausbildungen fördern und über die Kommunale Arbeitsförderung einzelne Plätze für ein begleitetes Coaching anbieten. Auch die Familienzentren und –beratungsstellen sorgen für ein vielfältiges, wohnortnahes Angebot und unterstützen Familien im Alltag.“

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