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„Machtlos waren Sie nicht...“

Das eindrucksvolle Leben der Stiftsdamen im Münsterland - 30 TeilnehmerInnen machten sich auf die Spuren der Damenstifte Asbeck, Metelen und Langenhorst

06. März 2017. Auf Einladung des Büros für Chancengleichheit der Stadt Borken in Kooperation mit der VHS Borken, haben sich 30 TeilnehmerInnen auf die Spuren der Damenstifte Asbeck, Metelen und Langenhorst begeben. Unter der ausgezeichneten Leitung des Dipl. Theologen Bernhard Laukötter, Leiter der Asbecker Stiftsdokumentation, erhielten die TeilnehmerInnen Einblicke in das Leben der Klostergemeinschaften im Münsterland:

In den Stiften lebten meist adelige Frauen, oft schon seit frühester Kindheit, die Jüngste war 12 Jahre alt. Bedingung für die Aufnahme in das Stift war der Nachweis eines adligen Stammbaumes der letzten 16 Generationen. Bei Ihrem Eintritt legten die Frauen ein Gelübde der Keuschheit und des Gehorsams gegenüber der Äbtissin ab; konnten jedoch heiraten, wenn Sie auf Ihre Pfründe verzichteten. Sie hatten die Freiheit, die Ihnen vom Stift zufließenden Einkünfte zu verzehren, wo Sie wollten. Die Stiftsdamen hatten eigene Wohnungen mit einer kleinen Dienerschaft. Sie verzichteten weder auf Ihren Privatbesitz, noch Ihre Erbansprüche und Sie konnten jederzeit das Stift unter Verzicht auf ihre Pfründe verlassen. So bestritt eine Stiftsdame Ihren Lebensunterhalt aus den eingebrachten Pfründen; dafür musste eine Stiftsdame bei Ihrem Eintritt selbst eine gewisse Summe zustiften. Es versteht sich von selbst, dass diesen adeligen, wohlhabenden Frauen eine hohe Bildung zuteil wurde. So waren sie für den Heiratsmarkt in jeder Hinsicht attraktiv.

Aus der heutigen Sicht erstaunte auch, dass die Menschen im Mittelalter glaubten sich durch wertvolle Schenkungen an das Kloster das eigene Seelenheil erkaufen zu können um näher bei Gott zu sein. Eine Vielzahl dieser Gaben der verschiedenen Jahrhunderte konnten im Museum bestaunt werden.

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„Machtlos waren Sie nicht...“



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