Lindenau- und Eugen-Kaiser-Schule sind die Hauptgewinner beim neuen Hanauer Nachhaltigkeitspreis
„Die große Beteiligung am neuen Hanauer Nachhaltigkeitspreis hat unsere Erwartungen übertroffen“, freut sich Umweltstadtrat Andreas Kowol. Zehn Bewerbungen lagen für den Jurypreis vor, neun Initiativen gingen ins Rennen um den Publikumspreis. Jetzt wurden im Roten Saal von Schloss Philippsruhe die Sieger und Siegerinnen gekürt. Die Umweltgruppe der Lindenauschule mit einem Streuobst-Projekt überzeugte die Jury am meisten. Den ersten Platz beim Publikumspreis errangen die „Grünen Lernlandschaften Eugen-Kaiser-Schule“ (GLEKS). Außer Stadtrat Kowol würdigten die Preis-Sponsoren Dr. Bernhard Fuchs als Vorstandsvorsitzender des Hanauer Unternehmens Umicore und Dennis Friedel von der Sparkasse Hanau den ökologischen Einsatz der meist jungen Menschen.
Kowol sagte weiter, der neue Preis sei ein „Meilenstein im nachhaltigen Handeln der Stadt Hanau“. Die Bewerbenden hätten „einen verblüffenden Ideenschatz gehoben“. Er rechnet damit, dass der Hanauer Nachhaltigkeitspreis künftig noch beliebter werde.
Kowol dankte Umicore und der Sparkasse als Sponsoren. Beide, schon seit längerem Netzwerkpartner des städtischen Umweltzentrums in Sachen nachhaltige Strategien, sichern die Finanzierung des Nachhaltigkeitspreises über drei Jahre. Dieser ist mit insgesamt 7000 Euro dotiert, aufgeteilt in 6000 Euro für die ersten Drei des Jury- und 1000 Euro für die ersten Drei des Publikumspreises.
„Think global, act local“ nennt die Umweltgruppe der Lindenauschule ihr Streuobstwiesen-Projekt, bei dem das Verwerten von Äpfeln, das Ansiedeln von Bienen und die Honig-Produktion im Mittelpunkt stehen. „Ich sehe meine Stadt, wie du sie nicht siehst“ überschreibt Alexander Bork seine ungewöhnliche ökologische Stadtführung, die ein Naturerleben vom Wasser aus vermitteln möchte. Durch die andere Sichtweise erhält der Teilnehmende vielleicht auch eine andere Sichtweise auf das Thema nachhaltig leben mit und in der Natur. Er schaffte es beim Jurypreis auf Platz zwei. Mit ihrem „Nawi-Lernartrium“ kam die Otto-Hahn-Schule auf Platz drei. Der Lichthof in der Otto-Hahn-Schule soll zu einem Lernort für naturwissenschaftliches Lernen werden und im besonderen im Fokus die Nachhaltigkeit für die Nutzung von natürlichen Ressourcen haben. Anfassen-Sehen- Lernen sind dabei die zentralen Leitbegriffe für die Gestaltung.
Die meisten Stimmen, die per Internet abzugeben waren, fielen beim Publikumspreis auf das GLEKS-Projekt der Eugen-Kaiser-Schule. Dem folgte auf dem zweiten Platz die Hohe Landesschule mit den multifunktionalen Lernorten, die auf dem derzeit neu entstehenden Schulcampus entwickelt werden. Die Sophie-Scholl-Schule als Dritte punktete damit, dass sie ihren Schulhof ökologisch und barrierefrei umzugestalten begonnen hat.
Diese Drei erhielten Schecks von der Sparkasse. Weitere sechs Bewerbende wurden mit einer Anerkennung gewürdigt.
Um den Jurypreis bewarben sich zudem der Förderverein der Wilhelm-Geibel-Schule, mit zwei Projekten die Karl-Rehbein-Schule, die Heinrich-Böll-Schule Nieder-Roden, die Initiative Repair Cafe Hanau und die Kaufmännischen Schulen in der Brüder-Grimm-Stadt.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266
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Nachhaltigkeitspreis
Insgesamt 19 Bewerbungen lagen für Jury- und Publikumspreis vor. Entsprechend groß war die Zahl der Ausgezeichneten im Schloss Philippsruhe, die sich um Stadtrat Andreas Kowol (vorne rechts) scharten.
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