Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 12. September 2000

Bocholt spendet für Errichtung einer Gedenkstätte in Riga/Lettland

Bocholt (pd).

Die Stadt Bocholt spendet 2.000,- DM dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für die Errichtung einer Gedenkstätte in Riga / Lettland. In den Jahren 1941/42 wurden mehr als 20.000 deutsche Juden aus ihren Heimatstädten in Sammeltransporten nach Riga in das dortige Ghetto deportiert und im Wald von Bikernieki ermordet.

Zu den in Riga ermordeten Jüdinnen und Juden gehörten auch 29 Bürgerinnen und Bürger aus Bocholt. Von diesen überlebten die Deportation nur Jeanette Wolff und ihre Tochter Edith Marx.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat es im Auftrag der Bundesregierung übernommen, die Massengräber im Wald von Bikernieki wieder herzurichten und eine würdige Gedenkstätte für die Ermordeten zu schaffen. Die Planungen sehen vor, die Gedenkstätte im Jahre 2001 der Öffentlichkeit zu übergeben.