Charta für Baukultur in Kassel: Für eine attraktive Stadt

29. März 2017. Gute Baukultur macht eine Stadt attraktiv und verbessert deren Lebensqualität. Mit einer attraktiven Stadt identifizieren sich deren Einwohnerinnen und Einwohner. Auch als Standortfaktor für Wirtschaft und Tourismus hat die Baukultur einer Stadt große Bedeutung. Die Stadt Kassel hat es sich daher zum Ziel gesetzt, sich aktiv um eine gute Baukultur zu kümmern. Und zwar nicht nur für herausragende Bau-Projekte, sondern auch für die vielfältigen kleinen und alltäglichen Bau-Vorhaben. Seit 2013 findet in Kassel – angeregt durch Stadtbaurat Christof Nolda - ein intensiver Dialog darüber statt, was gute Baukultur sein kann. Beteiligt sind Bauherren und Investoren, Planer und Architekten, Wissenschaftler und Stadtverwaltung sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger. Entstanden ist in diesem Dialog-Prozess die „Charta für Baukultur Kassel“, die jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

„Immer sind es die Menschen, die ihre Stadt gestalten: Durch ihr Engagement, ihre Entscheidungen, ihre Investitionen oder auch durch ihren Widerstand gegen geplante Entwicklungen bestimmen die Menschen die Gestalt ihrer Stadt mit“, erklärt Stadtbaurat Christof Nolda. „Es begeistert mich, dass es in Kassel Menschen gibt, die sich dieser Verantwortung bewusst sind. Die Mitglieder unserer gemeinsamen Arbeitsgruppe haben sich ausführlich Gedanken darüber gemacht, welche Inhalte, welche Historie, welche Potenziale in Kassel zu nutzen sind, um die positive Entwicklung zu einer lebenswert gebauten Stadt fortzusetzen. Sie haben ebenfalls bedacht, welche Strukturen in der Entscheidungsfindung und welche Verantwortlichkeiten bei Planern, Bauwilligen und auch der Kommune bestehen. All ihre Überlegungen haben sie in der Charta für Baukultur in Kassel zusammenfassend formuliert und teilen sie nun der Stadtgesellschaft als Grundlage für einen breiteren Diskussionsprozess mit.“

Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, betont: „Die Kasseler Charta der Baukultur ist ein bedeutender Meilenstein für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Förderung von Baukultur stark gemacht haben und damit zeigen, dass eine qualitätsvolle gebaute Umwelt in Kassel von öffentlichem Interesse ist. Ich möchte meine persönliche Anerkennung für das besondere Engagement für Baukultur in Kassel, welches mit der Erarbeitung der Charta zum Ausdruck gebracht wird, aussprechen.“

Die „Charta für Baukultur Kassel“ ist kein Regelwerk wie das Baurecht – sie ist vielmehr eine Selbstverpflichtung. Dafür, wie man in Kassel gut plant und baut – und dafür, wie man darüber diskutiert.

Die Charta legt als Grundprinzip fest, dass in Kassel mit Respekt vor der Umgebung gebaut werden soll. Denn jedes Bauvorhaben ist zunächst ein Eingriff in bestehende Strukturen und verändert die Umgebung und Nachbarschaft und die Wahrnehmung durch die Menschen. Bei der künftigen Stadtentwicklung geht es darum Wege zu finden, wie man mit den Kontrasten und städtebaulichen Brüchen in der Stadt umgehen kann. Nicht zuletzt benennt die Charta Besonderheiten Kassels, die bei der städtebaulichen Entwicklung weiter gefördert werden sollen: etwa die Individualität der einzelnen Bereiche der Stadt, der Innenstadt und der alten Ortskerne. Oder auch die vielfältigen und reizvollen Bezüge zwischen der gebauten Stadt und der sie umgebenden Landschaft, beispielsweise durch die Blickachsen der Wilhelmshöher Allee von der Innenstadt zum Habichtswald oder vom Friedrichsplatz in die Aue und bis weit in die Söhre.

„Baukultur ist aber nicht nur ein baulicher Auftrag, sondern im Wesentlichen ein kommunikativer“, erklärt Stadtbaurat Nolda. Baukultur sei auch das Gespräch darüber, wie man das Gebaute sieht und empfindet. Der bisherige Dialog seit 2013 zum Thema Baukultur sei auf eine große Resonanz gestoßen. Nolda: „Kassel ist eine Stadt im Aufbruch. Viele Menschen erkennen das und wollen daran mitgestalten. Dabei gibt es ein großes Bewusstsein dafür, dass Baukultur - und dazu zählt auch die Gestaltung von Freiflächen, Plätzen und Straßen - ein wichtiger Beitrag für die Lebensqualität unserer Stadt sind.“

Weiterführende Informationen zum Thema Baukultur sowie die jetzt vorgestellt „Charta für Baukultur in Kassel“ finden Sie auf den Internetseiten der Stadt Kassel unter http://www.stadt-kassel.de//projekte/infos/20409/index.html

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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Ingo Happel-Emrich

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Charta für Baukultur in Kassel

Charta für Baukultur in KasselCharta für Baukultur in Kassel (Foto: Stadt Kassel, Harry Soremski)


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