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03. Mai 2017. Der neue archivarische Schatz, den das Stadtarchiv Borken im Diebesturm seit einigen Tagen beherbergt, besteht aus insgesamt 226 unscheinbaren Bänden. Doch die enthalten rund 44.500 Einträge, die bis November 1874 zurückreichen und alle Geburten, Heiraten und Sterbefällen im gesamten Stadtgebiet dokumentieren.
„Diese Quellen sind für uns wie für unsere Benutzer bei vielen personenbezogenen Forschungsfragen von großem Wert", weiß Archivleiter Dr. Norbert Fasse. Die Personenstandsregister wurden aus dem Standesamt übernommen und von Diplom-Archivar Thomas Hacker fachgerecht erschlossen. In dem Bestand enthalten sind auch die Geburts-, Heirats- und Sterbebücher der bis 1969 bestehenden Standesämter Gemen, Weseke und Marbeck. Dass sie nun für Familienforscher öffentlich zugänglich sind, ist der Novellierung des Personenstandsgesetzes im Jahr 2009 zu verdanken, mit der den Kommunalarchiven die Aufgabe der dauerhaften Aufbewahrung übertragen worden ist.
Doch nicht jeder Benutzer wird bei seinen Recherchen nun sofort fündig werden. „Es existieren im Personenstandwesen gesetzliche Schutzfristen zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte", erläutert Thomas Hacker. Aktuell können deshalb Geburtseinträge von 1874 bis 1906 eingesehen werden, Hochzeitseinträge von 1874 bis 1936 und Sterbedaten von 1874 bis 1986 – weitere werden folgen.
Angst vor dem Lesen der teilweise noch in Sütterlin verfassten Einträge braucht niemand zu haben „Dabei unterstützen wir unsere Besucher gerne“, erklärt Anna-Louise Schmitt, im Stadtarchiv zuständig für die Benutzerbetreuung.
Wer Einblick in die Personenstandsunterlagen nehmen möchte, kann das Stadtarchiv im Diebesturm jeweils montags bis donnerstags von 9 Uhr bis 12 Uhr aufsuchen. Außerhalb dieser Öffnungszeiten ist dies nach Terminvereinbarung ebenfalls möglich.
Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:
Ein Archivschatz in 226 Bänden
Anna-Louise Schmitt und Thomas Hacker
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