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04. Mai 2017
Land unterstützt Bau eines Fisch-Kanu-Passes am Petriwehr
Umweltminister überreichte Zuwendungsbescheid
Braunschweig.

Das Petri-Wehr an der Okerumflut wird ökologisch durchlässig. Das Land Niedersachsen fördert den Bau eines Fisch-Kanu-Passes mit rund 1,2 Millionen Euro. Umweltminister Stefan Wenzel und der Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung, Matthias Wunderling-Weilbier, übergaben am Donnerstag, 4. Mai, den Zuwendungsbescheid an Oberbürgermeister Ulrich Markurth und den Verbandsvorsteher des Wasserverbandes Mittlere Oker (WVMO), Dr. Bernd Hoppe-Dominik. 650.000 Euro der Gesamtkosten von rund 1,85 Millionen Euro trägt die Stadt.

 

„Der modellhafte Borstenfischpass am historischen Wehr ermöglicht einen Fischauf- und -abstieg und komplettiert die Durchgängigkeit der Oker vom Meer bis zum Harz. Gleichzeitig ist er als barrierefreie Bootsrutsche für Kanutouristen nutzbar,“ sagte Umweltminister Stefan Wenzel. „Mit der Richtlinie Landschaftswerte wollen wir auch in städtischen Bereichen den Naturschutz stärken. Dies gelingt mit dem Projekt am Petriwehr vorbildlich.“

 

„Das Petriwehr ökologisch durchlässig zu machen, ist lange überfällig“, sagte OB Ulrich Markurth. „Ich freue mich sehr, dass das Land uns dabei unterstützt. Zugleich haben wir geprüft, ob es auch am Petriwehr, wie zum Beispiel am Wehr Eisenbütteler Straße, möglich ist, die Fischaufstiegsanlage baulich mit der Möglichkeit für Kanuten zu kombinieren, das Wehr okerabwärts durch einfaches Hinabrutschen zu überwinden. Das ist gelungen, und das ist für die vielen Wassersportler der Region eine schöne Nachricht.“ Bislang muss das Kanu über eine Treppe getragen werden - besonders für Alleinpaddler je nach Bootsgewicht und körperlicher Konstitution eine erhebliche Anstrengung.

 

Initiator ist der WVMO, der sich seit Jahren bemüht, Fördermittel einzuwerben. Der Verband ist außerdem für die Antragstellung und die Betreuung des Projekts zuständig.

 

Das historische Wehr wird um einen so genannten Borstenfischpass mit automatischer Steuerung des Wasserzulaufs ergänzt, der gleichzeitig als barrierefreie Bootsrutsche genutzt werden kann. Die detaillierte Ausführung des Passes wird nun von einem Ingenieurbüro geplant und dann, nach Ausschreibung, 2018 gebaut. Im darauffolgenden Jahr soll dann die gesamte aus dem 19. Jahrhundert stammende sanierungsbedürftige Wehranlage überholt und erneuert werden. Dafür sind weitere 1,8 Millionen aus dem städtischen Haushalt veranschlagt.






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