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Ein Tag für die Literatur 2017 am 7. Mai 2017

04. Mai 2017. Literatur am Originalschauplatz – das ist der „Tag für die Literatur“. Ganz Hessen ist eingeladen, bei dem großen Festival dabei zu sein! hr2-kultur koordiniert das Programm:

11 Uhr Prof. Eva Rieger/ Dagny Beidler (Urenkelin Richard und Cosima Wagners): Die Schriftstellerin Malwida von Meysenbug und der Komponist Richard Wagner: Eine schwierige Beziehung. Vortrag mit Bildern und Musik. Stadtteilzentrum Vorderer Westen, Elfbuchenstraße 3. Malwida von Meysenbug schwärmte von Wagner, ohne eine Note von ihm zu kennen - seine Schriften zur Zukunft des Theaters faszinierten sie. Es wird auf die missglückte erste Begegnung eingegangen, auf die eine lange, sehr enge Freundschaft folgte. Zeitweilig lebte sie in der Bayreuther Wahnfried-Villa mit der Fam. Wagner zusammen. Zwischen dem nationalkonservativ überzeugten Wagner und der liberal-demokratischen Meysenbug gab es viele Streitpunkte, zu denen der Antisemitismus gehörte, den Meysenbug geißelte. Der Eintritt beträgt sechs/vier Euro. Malwida von Meysenbug-Gesellschaft. Kooperationspartner: Archiv der dt. Frauenbewegung und Richard Wagner-Verband

11 bis 12 Uhr „Die Spielzeugschachtel“ Eine musikalische Reise durch die Welt der Geschichten. Konzert und Mitmachaktion für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren. Mit Maria Sverdlov und Uwe Volkmer. GRIMMWELT Kassel, Weinbergstraße 21, FREIRAUM (O1)

11 bis 12 Uhr, 14bis 15 Uhr und 16 bis 17 Uhr Neben Illustratoren und Filmemachern ließen sich auch Komponisten von den Brüdern Grimm und deren Märchensammlung inspirieren. Ein ausgewähltes Stück von Claude Debussy, La Boîte à Joujoux, zeigt eindrucksvoll, wie sich mit Musik Geschichten erzählen lassen. Kinder sind eingeladen, sich von den Klängen in die Welt der „Spielzeugschachtel“ und ihrer Bewohner entführen zu lassen, selbst an dem Stück mitzuwirken und in die Rollen der Geschichte zu schlüpfen. Eintritt frei.

11 bis 13 Uhr Kasseler Literaturspaziergang mit Karl-Heinz Nickel Treffpunkt: vor der Martinskirche, Ende vor dem Stadtmuseum, Ständeplatz Eine kleine literarische Musikgeschichte Kassels, so könnte man unseren Spaziergang nennen. Wir gehen von der Martinskirche (Kirchenmusik) zum Renthof (Hofkapelle, die Mara), weiter über die Ernst-Krenek-Treppe, zum Theater. Schauen die Gustav-Mahler-Treppe hinunter in die Aue und wandern zum Denkmal Friedrich II. auf dem Friedrichplatz (Hofmusiker). Vom Spohr-Denkmal auf dem Opernplatz geht es zur Musikakademie von dort in die Wolfsschlucht (Johann Lewalter) und vor dem Stadtmuseum erinnern wir an einige Dichter/Musiker Kassels.

12 bis 13.30 Uhr Hören ohne aufzuhören III – Pastorale. Hörspiele von Otto Heinrich Kühner Dichterhaus Brückner-Kühner, Hans-Böckler-Straße 5. Otto Heinrich Kühner (1921-1996) ist Autor zahlreicher Hörspiele und war als Hörspiel-Lektor und Dramaturg beim Süddeutschen Rundfunk tätig. Eingebettet in eine Führung durch das authentische Wohnhaus des Schriftstellerpaares C. Brückner und O.H. Kühner, gibt Friedrich Block Einblicke in das Hörspielwerk Kühners. Im Zentrum stehen Hörbeispiele mit deutlicher Verbindung zur Musik wie aus dem preisgekrönten Hörspiel „Pastorale 67“. Eintritt: 5 Euro. Aufgrund des sehr begrenzten Platzes ist eine verbindliche Anmeldung erbeten bis spätestens 28. Mai, unter 0561-24304 oder block@brueckner-kuehner.de.

14 bis 15 Uhr Sabine Köttelwesch und Karl-Hermann Wegner: „Requiem für eine romantische Frau“ Ein Drama der Kasseler Romantik am historischen Ort. Vortrag und Lesung aus Briefen Brüder-Grimm-Platz 5 (am Ich-Denkmal, bei Regen Eingangshalle Landesmuseum), 34117 Kassel Die 16-jährige Auguste Bußmann entbrannte in leidenschaftlicher Liebe zu dem gerade erst verwitweten Clemens Brentano und floh mit ihm von Frankfurt nach Kassel. Der Bankier Jordis, ein Schwager des Geliebten, bot ihnen in seinem Haus am Brüder-Grimm-Platz Unterschlupf. Im August 1807 fand die Eheschließung im Fritzlarer Dom statt. Schon nach kurzer Zeit kam es jedoch zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen dem ungleichen Paar. Aber erst 1814 endete die Ehe mit einer Scheidung. Karl Hermann Wegner berichtet über die Kasseler Zeit der Beiden im Umfeld der Kasseler Romantik, Sabine Köttelwesch liest aus den Briefen.

15 bis 16.30 Uhr Mit Beckett durchs Quartier Samuel-Beckett-Anlage Die Samuel-Beckett-Anlage ist ein neues Wohnquartier im Vorderen Westen von Kassel. Direkt gegenüber steht das Haus, in dem Beckett Ende der 20er / Anfang der 30er mehrmals zu Besuch war. Bei einem Rundgang durch die Anlage wird die Entstehung und die Gestaltung mit Beckett-Zitaten und -Porträts von Mitgliedern der Samuel Beckett Gesellschaft erläutert.

16 bis 17.30 Uhr „Aufruhr am Blauen Klavier“. Musikalische Lesung mit Roswitha Seiffert (Publizistin, Interdisziplinäre Veranstalterin, AIGN Verlag) & Roswitha Aulenkamp (Pianistin, Komponistin) Kirchsaal der Petruskirche, Schanzenstraße 1a (Tramlinie 8). Verstörend aktuelle Stimmen zu Trauer, Liebe, Widerstand, Exil und dem Ringen um Freiheit: Ausgewählte weibliche Lyrik – unter anderem aus Argentinien, Griechenland, Czernowitz / Bukowina, Deutschland –, entstanden zwischen 1917 und 2017, verbindet aktuelle weltpolitische Beben, deren Ausläufer auch in Kassel spürbar sind, mit politischen wie kulturellen Aspekten der jüngeren Stadtgeschichte (einschl. documenta). Roswitha Aulenkamp begleitet Vortrag & Rezitation Roswitha Seifferts mit eigenen Werken am Flügel. Der Eintritt beträgt zwölf Euro

16 bis 16.30 Uhr rixfix-O-mat Kunsttempel, Friedrich-Ebert-Straße 177. Der „rixfix-O-mat“ lädt dazu ein, einen Wunsch für ein Bild, ein Lied und ein Gedicht zu äußern und mit dem Einwurf von 1, 2, 3 oder mehr Euros die Dauer von 1, 2, 3 oder mehr Minuten für die Entstehung einer Zeichnung, eines Liedes und eines Gedichts zu bestimmen. „rixfix-O-mat“ sind: Axel Gabelmann, Axel Kretschmer, Bernhard Skopnik (DokSkop), Henning Lutze (Meister Henning), Reinhold Weber (herr rick), Helmut Kollars (gannet). Eintritt: Spenden erbeten

17 bis 18.30 Uhr Slamrock bringt kalten Kaffee mit. Lesung und Konzert Kunsttempel, Friedrich-Ebert-Straße 177. Die Kulturfabrik Salzmann lädt ein: Musikalität und Rhythmus, diesen Phänomenen der Sprache widmen sich die performativen Textvorträge des Slampoeten Felix Römer und seiner Gäste - Autorinnen und Autoren aus Kassel und der Region Nordhessen. Lyrisch, prosaisch, balladesk oder komisch spüren sie die musischen Elemente der Sprache auf. Die 2014 gegründete Kasseler Indie-Rock-Band „Wir bringen kalten Kaffee mit“ umrahmt die Lesung musikalisch, humorvoll und tanzbar. Felix Römer führt durch den musikalisch-poetischen Spätnachmittag.

19 bis 21 Uhr Die Poesie des Flamenco. Vortrag von Winfried Jenior Antiquariat Jenior, Marienstraße 5. In Kassel leben zahlreiche Spanier, die als sog. „Gastarbeiter“ hierher kamen. Sie haben nicht nur ihre Arbeitskraft im Gepäck, sondern auch ihre Kultur. Ihre Musik stellt für sie eine Verbindung zum Heimatland dar. Für die meist aus Andalusien stammenden Spanier ist dies der Flamenco. Der ursprüngliche Flamenco, der Cante Jondo, ist – ähnlich dem Blues – Ausdruck des Alltags der Sänger, oft ein Schrei nach Gerechtigkeit und gegen die Ausgrenzung aus der Gesellschaft. Viele Texte sind überlieferte Volksgesänge, aber auch Texte der Poeten Machado, Jiménez, Alberti oder García Lorca sind als Flamenco vertont worden. Die verschiedenen Stile werden vorgestellt. Der Eintritt beträgt fünf Euro.

Beteiligte Organisationen sind: AIGN Verlag, Antiquariat Jenior, Archiv der deutschen Frauenbewegung, GRIMMWELT Kassel, Kasseler Literaturspaziergang, Kulturfabrik Salzmann, Malwida von Meysenbug-Gesellschaft, Richard Wagner Verband Kassel, Samuel Beckett Gesellschaft, Stiftung Brückner-Kühner, Verein für hessische Geschichte und Landeskunde 1834 e.V.

Koordination: Stadtbibliothek Kassel, Stiftung Brückner-Kühner

Weitere Infos: http://www.hr-online.de/website/specials/literaturland/index.jsp?rubrik=96856&key=standard_document_61284928

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Petra Bohnenkamp



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