Vorsicht vor giftigen Pilzen!

01. August 2017.

In Niedersachsen haben sich fünf Menschen aus Osteuropa Vergiftungen durch Knollenblätterpilze zugezogen. Bereits in 2015 wurden 30 Vergiftungsfälle von Asylbewerbern gemeldet und Warnhinweise veröffentlicht. In Deutschland gibt es sehr giftige Pilzarten, die essbaren Pilzen aus anderen Teilen der Welt ähnlich sind. So hat ein essbarer Pilz in Syrien anscheinend zu Verwechslungen mit dem deutschen Knollenblätterpilz geführt. Die Vergiftungen können zu lebensbedrohlichen Erkrankungen führen. Das Gesundheitsamt der Region Kassel rät daher dringend davon ab, Speisepilze zu sammeln und zu essen, wenn man sich mit den in Deutschland wachsenden Pilzen nicht auskennen sollte.

Der Knollenblätterpilz ist für über 90 Prozent aller tödlichen Pilzvergiftungen verantwortlich. Er hat keinen unangenehmen Beigeschmack und erste Krankheitssymptome treten erst nach vielen Stunden auf. Zunächst kommt es zu Magen-Darm-Problemen wie Übelkeit und Erbrechen und Durchfall. Nach ein bis zwei Tagen treten Leberschäden, Blut- und Nierenfunktionsstörungen, im schlimmsten Fall ein komplettes Leberversagen auf, so dass nur noch eine Lebertransplantation das Leben eines Patienten retten kann.

Besteht der Verdacht auf eine Pilzvergiftung, sollte man sich sofort an das nächste Krankenhaus wenden und möglichst Erbrochenes oder Reste der Pilzmahlzeit mitnehmen.

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