30. August 2017.
Unter dem Thema „Informationen, Likes und 'Lügenpresse'“ treffen sich vom 14. bis 21. Oktober 2017 in Larissa (Griechenland) junge Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren aus Estland, Ungarn, Griechenland und Deutschland, um sich mit Fragestellungen rund um Medien zu beschäftigen.
Das Kommunale Bildungswerk der Stadt Kassel arbeitet bei diesem Medienprojekt mit einer griechischen Partnerorganisation zusammen. Dabei wird nach der Rolle der Medien in den beteiligten Ländern gefragt: ‚Lügenpresse‘, kritische Begleitung der Regierungsarbeit, neutrale Verbreitung von Information?
Freie Medien und Meinungsfreiheit in Medien und Gesellschaft sind wesentliche Bestandteile demokratischer Staaten. Das moderne Europa ist ohne Massenkommunikationsmittel kaum vorstellbar. Fernsehen, Rundfunk, Presse und Internet sind die wichtigen Informationsquellen für die Menschen. Medien, besonders Nachrichtenmedien, sind so mächtig, dass sie mitunter als die vierte Gewalt bezeichnet werden. Medien können einerseits wesentlichen Anteil an Demokratisierungsprozessen haben, andererseits gibt es auch Beispiele von durch Medien verbreiteter Staatspropaganda. In manchen Ländern werden Journalisten in ihrer Arbeit behindert oder ganze Redaktionen geschlossen durch den Staat geschlossen.
„Wie steht es um die Medien in den vier beteiligten Ländern Ungarn, Estland, Griechenland und Deutschland?“ wird im Projekt gefragt. Es werden Medien in den vier beteiligten Ländern unter die Lupe genommen, ein TV-Sender und die Redaktion einer griechischen Tageszeitung besucht, Gespräche mit Journalisten geführt und ein eigener Blog geschrieben.
„In unserem Austausch geht es auch um die sozialen Medien als Plattform, um Informationen zu verbreiten, als Grundlage zu massenhaften Verabredungen mit großem Veränderungspotential (wie zum Beispiel im arabischen Frühling), aber auch als Basis der weiten Verbreitung von ‚Postfakten‘ und gefühlter Realität“, sagt Karl-Heinz Stark vom Kommunalen Jugendbildungswerk. „Erleichtern sie Hasstiraden gegen alle und alles oder können sie auch genutzt werden, um ‚hate speech‘ etwas entgegenzusetzen?“ fragt er weiter.
Die Projektteilnehmer sollten an Medien interessiert sein und Lust haben, selbst ein bisschen journalistisch tätig zu sein und beispielsweise am Projekt-Blog mitzuschreiben.
Neben dem Austausch über die Bedeutung der verschiedenen Medien in den beteiligten Ländern gibt es auch Gelegenheiten, den Strand zu besuchen, die mittelgriechische Stadt Larissa kennenzulernen und den dortigen Spätsommer zu genießen.
Es gibt noch freie Plätze bei diesem Herbstferienprojekt. Die Teilnahmekosten betragen 250 Euro. Infos und Anmeldung unter Telefonnummer 05 61/7 87-51 48 oder per E-Mai an jugendbegegnungen.kassel@yahoo.de
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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Susanne Albert
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