01. September 2017.
Zur Vernissage der neuen Ausstellung „Luther und seine Zeit im Bild“ lädt die Fördergesellschaft der Musikakademie, Fmaks, am Montag, 16. Oktober, ab 19 Uhr in den Konzertsaal der Musikakademie am Karlsplatz ein.
Wilhelm Schmidt, Pfarrer im Ruhestand, selbst Mitglied der Fördergesellschaft und zudem noch Vater des stellvertretenden Akademieleiters Johannes Weber, präsentiert seine umfangreiche Luthersammlung: Originalgemälde und Stiche, Liederbücher, Skulpturen sowie Alltagsgegenstände der Zeit. Sie beleuchten Martin Luthers Werdegang und seine eigene Wirkungsgeschichte wie die der von ihm maßgeblich angestoßenen reformatorischen Bewegung in Europa. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Lutherverehrung des 16. bis 19. Jahrhunderts. Sie spiegelt sich in Flugschriften, Urkunden, Skulpturen und Gegenstände des kirchlichen und bürgerlichen Alltags.
Die von Wilhelm Schmidt selbst konzipierten Schautafeln und anschaulichen Objektbeschriftungen führen die Besucherinnen und Besucher zurück an die Zeitenwende vom Mittelalter zur Neuzeit. Die Ereignisse im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts prägten das kirchliche wie das alltägliche Leben weitaus mehr, als es vielen heute bewusst ist.
Die Ausstellung zeigt auch Luthers Bedeutung für die Entwicklung nicht nur der Kirchenmusik. Dabei verschweigt sie keineswegs die Schattenseiten Luthers - zum Beispiel seine Haltung in Fragen religiöser Toleranz den Juden und Jüdinnen gegenüber, die, aus heutiger Sicht betrachtet, leider als ganz den Vorstellungen der Zeit verhaftet wahrgenommen werden müssen. Außerdem spürt die Ausstellung dem Wandel des Bildes nach, das sich Anhänger wie Gegner Luthers zu seinen Lebzeiten oder später vom Reformator machten. Beleuchtet wird darüber hinaus ebenfalls Luthers Bedeutung für das Miteinander der Konfessionen im heutigen Deutschland.
Der Abend steht in einer Reihe von Veranstaltungen der Musikakademie zum Reformationsjubiläum 2017 während des Wintersemesters 2017/18. „Die Ausstellung ist in jeder Hinsicht überraschend: Umfangreich, vielseitig, anspruchsvoll und unglaublich gut kuratiert, sodass sie unseren Veranstaltungsschwerpunkt im Wintersemester inhaltlich vortrefflich ergänzt“, so Akademieleiter Dr. Peter Gries, „wir sind Herrn Pfarrer Schmidt zu großem Dank verpflichtet und können den Besuch mehr als wärmstens empfehlen.“
Umrahmt wird die Veranstaltung durch Studierende der Klavierabteilung der Musikakademie. Sie spielen Werke von Johann Sebastian Bach.
Die Ausstellung ist ab Dienstag, 17. Oktober, während der öffentlichen Veranstaltungen (in der Regel montags bis donnerstags, 18.30 bis 21 Uhr) sowie nach Anmeldung beim Hausdienst der Musikakademie (Telefon 0561 787 4182) zu sehen. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Für den Besuch einer Veranstaltung der Musikakademie ist der jeweils gültige Eintrittspreis zu entrichten.
Der Eintritt zur Vernissage ist frei. Telefonisch können Karten bei der Musikakademie unter 05 61/7 87-41 80, per Fax unter 05 61/7 87-41 88 oder per E-Mail musikakademie@kassel.de vorbestellt werden.
Weitere Infos zum Thema 500 Jahre Reformation in Kassel unter www.kassel.de/aktuelles/meldungen/23660/index.html
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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Susanne Albert
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