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Hanau, 06. September 2017
Der rote Faden schenkt überraschende Einsichten
Kulturforum Hanau feiert am 9. September den 2. Geburtstag

„Serendipity“ heißt finden, was man nicht gesucht hat. Das Kulturforum in all seiner Vielfalt ist dafür der ideale Ort. Den zweiten Geburtstags am kommenden Samstag, 9. September, hat sich das Team um die Leiterin Beate Schwartz-Simon deshalb für eine besondere Finde-Aktion ausgesucht: ein roter Faden führt vom Erdgeschoss durch das ganze Haus, um weitere neue und überraschende Entdeckungen und Einsichten zu ermöglichen.

Entlang des roten Fadens werden an sieben Stationen Aufgaben gestellt. Die dabei einzusammelnden Buchstaben ergeben ein Lösungswort, das zu einem leckeren alkoholfreien Cocktail im Lesecafé verhilft. „Kinder und Erwachsene, die das Kulturforum schon kennen, aber auch alle, die schon immer mal kommen wollten und es bisher nicht geschafft haben, sind herzlich eingeladen, dem roten Faden zu folgen“, ermuntert Martin Hoppe, als Leiter des Fachbereichs Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen auch zuständig für das Kulturforum, die Hanauer Bürgerinnen und Bürger zu einer ganz persönlichen Entdeckungsreise. Die Rote-Faden-Aktion beginnt um 11 Uhr und endet um 15 Uhr.

Anders als bei der „Rote-Faden-Aktion“ zur Geburtstagfeier kommen die meisten der Besucherinnen und Besucher im Alltagsbetrieb jedoch mit einem festen Ziel. Sie suchen ein bestimmtes Buch, eine Information, eine Geburtsurkunde, einen Film für den Unterricht, eine Lernberatung, einen Sprachkurs, schreiben eine Bewerbung, suchen etwas im Bildarchiv. Sie werden dabei genauso fündig wie die Flaneure. Dabei kann sich die Stadtbibliothek im Kulturforum auch über steigende Besucherzahlen freuen. Wie Oberbürgermeister Claus Kaminsky erklärt, ist es erfolgreich gelungen, die neuen Einrichtungen als Ort des Lernens und der Begegnung zu etablieren. Das Kulturforum mit all seinen Angeboten sei ein überaus anschauliches Beispiel dafür, wie es gelingen könne das Stichwort Wissensgesellschaft aus der politischen Theorie in die Praxis zu holen. „Jeder Euro, den wir hier investiert haben und investieren werden, wird uns hervorragende Zinsen bringen, denn hier investieren wir direkt in die Köpfe der Menschen und damit in ihre und unsere Zukunft.“

Leiterin Schwartz-Simon rechnet nach eigenen Worten für 2017 mit rund 400.000 Nutzerinnen und Nutzer, was einem Zuwachs von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders erfreulich sei dabei, dass die Einrichtung auch beim jungen Publikum gut ankomme. „Rund 40 Prozent der Bibliothekskarten gehören Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden“, so Schwartz-Simon. Diese Nutzergruppe hält sich täglich auch am längsten in der Stadtbibliothek auf, denn die Lernplätze und Lernräume sowie die Computer mit Standardsoftware und Internetzugang bieten ideale Arbeitsbedingungen. Viel Raum nehmen dabei auch Bewerbungen für Praktika, Ausbildungsplätze oder Studienplätze ein.

Auch die Statistik bei den Ausleihen ist beachtlich: die Sachbücher liegen mit einem Ausleihanteil von 29 Prozent knapp vor den Kinderbüchern mit 27 Prozent. Bei der Unterhaltung haben Romane, Filme und Musik-CDs mit 20 bzw. 21 Prozent etwa die gleichen Anteile an der Gesamtausleihe. Jede fünfte Ausleihe findet übrigens nicht im Kulturforum, sondern bei den Leserinnen und Lesern zu Hause statt. Sie nutzen den Onleiheverbund Hessen, der rund 140.000 virtuelle Medien zur Verfügung stellt.

Daneben hat sich das Kulturforum nach den Worten von Fachbereichsleiter Martin Hoppe auch als Veranstaltungsort für Vorträge, Diskussionen und Informationsveranstaltungen etabliert. Ganz im Sinne der Bedeutung des Wortes Forum als ein Ort, wo Meinungen untereinander ausgetauscht werden können, Fragen gestellt und beantwortet werden können.

„Inmitten der Medienvielfalt soll und kann das Kulturforum auch ein Ort der direkten Kommunikation von Mensch zu Mensch sein.“ In diesem Sinne wird auch das Veranstaltungsprogramm weiterentwickelt. Wie Hoppe sagt, soll dabei ein Schwerpunkt auf Formaten liegen, in denen Bürgerinnen und Bürger ihr Wissen rund um das Thema Literatur weitergeben können.

Das soll bald auch wieder mit einer gemütlichen Tasse Kaffee oder Tee möglich sein. Vom 17. Oktober an plant eine gemeinnützige GmbH in Gründung das Lesecafé zu betreiben. Geschäftsführerin Beatrix Wehner möchte das Lesecafé innerhalb des Kulturforums zu einem gastfreundlichen Ort der interkulturellen Begegnung machen. Das gastronomische Angebot soll auf die Bedürfnisse von Schülerinnen und Schüler, Studierenden und Familien zugeschnitten sein.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929




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Foto: Medienzentrum/Stadt Hanau


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Foto: Medienzentrum/Stadt Hanau


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