07. September 2017.
Seit Beginn des Jahres erarbeitet die NH ProjektStadt in Kooperation mit Foundation 5+ Landschaftsarchitekten und Planer ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für den „Alten Ortskern Wehlheiden“. Bislang wurden in unterschiedlichen Beteiligungsformaten die zentralen Themen für das Quartier identifiziert und diskutiert. Dabei hat sich gezeigt, dass die Bewohner Wehlheidens engagiert an der Zukunft ihres Stadtteils mitarbeiten. Im März etwa konnten sich Bürgerinnen und Bürger sowie Planerinnen und Planer bei einem Spaziergang durch den Stadtteil kennenlernen und erste Ideen austauschen. Im Mai wurden im Rahmen einer Zukunftswerkstatt erste Ergebnisse mit der Öffentlichkeit diskutiert. Bei der Projektwerkstatt am 29. August, an der ca. 60 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen, wurden diese Themen in den Bürgerräumen Wehlheiden weiter vertieft.
In Gruppenarbeit zentrale Aspekte erörtert
Die Projektwerkstatt war in drei Phasen unterteilt. Nach einer Einführung durch Stadtbaurat Christof Nolda erläuterten Clemens Exner, Projektleiter von der NH ProjektStadt, und Landschaftsarchitekt Michael Herz zunächst den aktuellen Sachstand und stellten Ansätze zu den Themen Städtebau und Wohnen, Nahmobilität und Verkehr sowie öffentlicher und privater Raum vor. In Phase zwei wurden kleine Arbeitsgruppen aus Bürgern und Vertretern der Fachämter gebildet, die diese Ansätze zu konkretisieren und ausgewählte Fragen zu beantworten versuchten. „Welche Schwerpunkte sollte ein Anreizprogramm zur Modernisierung von Bestandsgebäuden setzen? Wo fehlen Bänke im Quartier? Wie könnte der Heimbachgrünzug aufgewertet werden? Wo werden weitere Querungsmöglichkeiten über die Hauptverkehrsstraßen benötigt? Diese und ähnliche Aspekte spielten bei der Gruppenarbeit eine Rolle“, sagte Exner.
Diskussion zum Abschluss
Ausgenommen von der Projektwerkstatt war der Georg-Stock-Platz. Für die derzeit ungenutzte und wegen möglicher Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gesperrte Fläche an der Ecke Kohlenstraße/ Kirchweg gibt es einen separaten Beteiligungsprozess. Zum Abschluss präsentierten die Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse im Plenum und stellten sie zur Diskussion. Karolin Stirn von der NH ProjektStadt, innerhalb des ISEK-Teams zuständig für Moderation und Beteiligung, lobte das Engagement der Wehlheider Bürger. „Es ist beeindruckend, wie viele kreative Ideen und konkrete Vorschläge heute auf den Tisch kamen. Das zeigt einmal mehr, dass eine aktive Einbindung der Bevölkerung extrem förderlich für solch ein komplexes Vorhaben wie die Erarbeitung eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts sein kann.“ Volker Mohr, Leiter des Amtes für Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz der Stadt Kassel, dankte allen Beteiligten und rief die Wehlheiderinnen und Wehlheider dazu auf, sich weiterhin aktiv in den Prozess einzubringen.
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