Restaurierte Grabstätte von Spessartbund-Gründer Dr. Karl Kihn in Großauheim von OB übergeben
Ein „außergewöhnliches Kleindenkmal“, wie Oberbürgermeister Claus Kaminsky es nennt, ist auf dem alten Großauheimer Friedhof von der Stadt restauriert und jetzt der Öffentlichkeit übergeben worden: die Grabstätte des Spessartbund-Gründers und Heimatforschers Dr. Karl Kihn, der in Großauheim Ende des 19. Jahrhunderts als Arzt praktizierte. Dass neben dem Museum weitere bedeutende Großauheimer wie der frühere Bürgermeister Otto Grün begraben sind, werde dank der Hilfe der Wolfgang-Armin-Nagel-Stiftung mit einer Informationstafel gewürdigt, kündigte er an.
Günter Rost, Vorsitzender der zum Spessartbund gehörenden Großauheimer Wanderfreunde, freute sich: Er fühle sich wie in „Dornröschen“, denn das habe im Märchen nach langjährigem Schlaf ähnlich aus einer Hecke befreit werden müssen wie das Kihn-Grabmal. Er hob hervor, dass die Ruhestätte ebenso an den ehemaligen Großauheimer Bürgermeister Andreas Kronenberger und dessen Tochter Hermine erinnert, die mit Dr. Kihn verheiratet war. Das Messing-Namensschild auf dem Grabstein nennt darüber hinaus zwei Kinder aus dieser Ehe, die hier begraben sind.
OB Kaminsky meinte: „Der alte Großauheimer Friedhof hat deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient als bisher.“ Vor allem jungen Menschen hätten die hier Begrabenen „ganz viel zu sagen“.
Dem Sandstein-Relief verhalf der Hanauer Restaurator Jens Engelhardt zu neuem Glanz. Er arbeitete in Hanau bereits auf dem alten Deutschen Friedhof neben den Justizbehörden Grabmale auf, zudem den Gerechtigkeitsbrunnen am Altstädter Markt.
Rund 11.000 Euro gab der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) für das Restaurieren des Kihn-Grabmals aus. Dieser Betrag mindert sich für HIS durch 2335 Euro Spenden, welche die Wanderfreunde Großauheim, der Spessartbund Aschaffenburg, der Freigerichter Bund Alzenau, der Heimat- und Geschichtsverein Großauheim sowie Bürgerinnen und Bürger gesammelt hatten. OB Kaminsky nahm das zum Anlass, dieses bürgerschaftliche Engagement zu würdigen und bemühte das Erich-Kästner-Zitat: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“
Im Kreis Aschaffenburg sind einige Plätze nach dem Spessartbund-Gründer Kihn benannt, ebenso eine Straße in Großauheim. 1897 zog er von Großauheim nach Aschaffenburg, wo der 1854 Geborene im Jahr 1934 starb. Der gebürtige Michelbacher setzte sich dafür ein, der Verarmung im Spessart durch Ankurbeln des Fremdenverkehrs entgegenzuwirken. Er machte sich um die Erforschung und Erschließung des Spessarts verdient.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266
Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:
Kihn 1
Mehrere Institutionen, Gruppen und Bürger spendeten für die Restaurierung des Kihn-Grabmals auf dem alten Großauheimer Friedhof.
Kihn 2
Das Gedenken an Spessartbund-Gründen Dr. Karl Kihn findet nun in einem würdigen Rahmen statt.
|