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Hanau, 13. September 2017
3.000 Euro für die Wiederherstellung der Gedenkstätte
Großzügige Spende des Ehepaars Waltraud und Dr. Gerhard Morlock

Ihre diamantene Hochzeit haben das Ehepaar Waltraud und Dr. Gerhard Morlock zum Anlass genommen, 3.000 Euro für die Wiederherstellung der zerstörten Gedenkstätte an die Opfer des verheerenden Bombenangriffs am 19. März 1945 auf dem Hanauer Hauptfriedhof der Stadt zur Verfügung zu stellen. Das Ehepaar hatte bereits beabsichtigt, diesen Betrag für soziale oder kulturelle Zwecke zu spenden. „Als der schändliche und dreiste Diebstahl der Erinnerungstafeln an die Kriegstoten bekannt wurde, entschieden sich Morlocks spontan, das Geld für deren Wiederherstellung einzusetzen“, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der voll des Lobes für diese großzügige Geste ist.

Als Begründung für ihre Entscheidung gab das Ehepaar an, zu der Generation zu gehören, die den Zweiten Weltkrieg und damit die Luftangriffe mit ihren Zerstörungen und dem Leid der Menschen noch selbst als Jugendliche miterlebt hätten. „Wir wollen einen Beitrag leisten, dass die Erinnerungen daran nicht verloren gehen, sowohl als Mahnung, dass sich dies nie wiederholen darf und als Verpflichtung für die Politik, die Erhaltung des Friedens als oberste Aufgabe zu betrachten“, so Waltraud und Dr. Gerhard Morlock. Beide halten es deshalb auch für angebracht, wenn die Wiederherstellung der Gedenkstätte als Mahnmal nicht primär mit Steuermitteln, sondern als Bekenntnis für deren Bedeutung auch durch Spenden finanziert werden könnte.

„Die Gedenkstätte soll bis spätestens 19. März 2018 wieder hergestellt werden“, informiert Oberbürgermeister Kaminsky. Form, Art und Detailgestaltung werden derzeit ausgearbeitet.

Mitte August sind 12 der 15 bronzenen Erinnerungstafeln an die Hanauer Bombenopfer von Metalldieben entwendet worden. Die drei verbliebenen Namenslisten wurden inzwischen im Auftrag der Friedhofsverwaltung abgehängt und fachgerecht eingelagert.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929

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