Führung durch die Dauerausstellung im Stadtmuseum

18. September 2017.

Zu dem Thema „Wir schaffen Wohnraum – Kampf gegen die Wohnungsnot von der Weimarer Republik bis zur Nachkriegszeit“ stellt die Museumsführerin Margret Baller am Sonntag, 24. September, ab 14 Uhr die Dauerausstellung im Stadtmuseum und ausgewählte Orten in der Innenstadt vor.

Satirisch wird mit einer Postkarte auf die Wohnungsnot in Kassel zur Zeit der Tausendjahrfeier im Jahr 1913 hingewiesen. Dabei war das sogenannte „Schlafgängerwesen“ in der Kaiserzeit eine gängige Praxis: Wohnungssuchende mieteten für einige Stunden ein Bett und arme Familien nutzten diese Möglichkeit, ein paar Mark dazu zu verdienen.

Wie die Wohnungsnot sich in Kassel durch das 20. Jahrhundert zieht, ist Thema dieser interessanten und spannenden Führung von Baller. Dabei geht sie auf die rational gestaltete „Frankfurter Küche“ sowie auf die Rothenberg-Siedlung ein, in der diese Küche eingebaut wurde. Der Bauhaus-Architekt Otto Haessler schuf hier in Rothenditmold eine preisgünstige Wohnsiedlung nach industriellen Maßstäben, die zur damaligen Zeit eine Sensation war: Jeder Wohnungsbewohner hatte ein eigenes Bett!

Der anschließende Rundgang durch die Altstadt zum „Freiheiter Durchbruch“ zeigt, wie die Nationalsozialisten den Wohnungsbau zur Propaganda nutzten und, welche Baumaßnahmen und sonstigen Relikte der Vergangenheit bis heute das Aussehen der Stadt Kassel prägen.

Der Eintritt kostet vier Euro, ermäßigt drei Euro. Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei.

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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Susanne Albert



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