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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 15.11.2017


Smarte Partner: Delegation aus Iserlohn zu Besuch bei Klima-Partnerkommune in Minnesota

Iserlohn / Elk River. )%>

Das Transatlantikprogramm „Climate Smart Municipalities“, an dem Iserlohn beteiligt ist, nimmt  durch den Gegenbesuch der deutschen Delegation in Minnesota weiter Fahrt auf. Wie berichtet hatte die US-Delegation aus Minnesota im vergangenen Juni NRW und auch Iserlohn besucht um sich über Nachhaltigkeitsthemen, Energieeffizienz und Klimaschutz auszutauschen. Jeweils fünf Städte aus NRW und aus Minnesota stehen dabei im Mittelpunkt des Projektes, die in Städtepaaren gemeinsam konkrete Klimaschutzziele verfolgen.

Für Iserlohn waren Ulrike Badziura, Leiterin der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz der Stadt, und Thomas Armoneit, Bereichsleiter Technisches Management der Stadtwerke, an dem Delegationsbesuch in Minnesota beteiligt, um mit der Partnerkommune Elk River bereits angestoßene Projekte zu konkretisieren und weitere Ideen der Kooperation zu entwickeln.

Aktuell untersuchen die beiden Städte mit Hilfe eines Energiemanagementsystems die Stromverbräuche verschiedener öffentlicher Gebäude. „Wir vergleichen jetzt die Iserlohnner Eissporthalle mit der in Elk River, um zu schauen an welchem Rädchen gedreht werden kann, um noch effizienter zu werden“, nennt Thomas Armoneit ein Beispiel.

Ein weiteres großes Austauschthema stellt die E-Mobilität dar, die beide Städte gezielt nach vorne bringen wollen. Iserlohn ist mit rund vierzig rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen gegenüber derzeit sechs in Elk River der Partnerkommune  nur scheinbar voraus, denn Elk River hat mit rund 28 000 Einwohnern eine deutlich geringere Zahl als Iserlohn mit rund 94 000. Beide Städte wollen ihre Ladekonzepte ausbauen. „Wir werden uns dabei austauschen, gegenseitig unterstützen und voneinander lernen“, erklärt Ulrike Badziura. „In einer Zeit, in der Digitalisierung im Stromnetzbereich neue Möglichkeiten der Verbrauchskontrolle eröffnet und ein radikaler Umbruch der Mobilitätstechnologie geschieht, ist die transatlantische Zusammenarbeit auf kommunaler und Stadtwerke-Ebene ein großer Gewinn. Nachhaltigkeits- und Energieeffizienzprojekte müssen auf lokaler Ebene umgesetzt werden, somit verfolgt das Projekt Climate Smart Municipalities einen viel direkteren und konkreteren Ansatz als alle von übergeordneter Ebene angestrebten Maßnahmen und Strategien“, sind sich Badziura und Armoneit einig.

Der Austausch mit der deutschen Delegation  genießt in Minnesota, das sich den Klimaschutzzielen der COP21 von Paris weiterhin verpflichtet sieht, einen hohen Stellenwert. Die deutsche Expertise ist gefragt, Minnesota möchte ein US Vorzeigestaat für Nachhaltigkeitsprojekte werden und setzt in hohem Maße auf regenerative Energien. Einen Einblick in die konkrete Praxis in Sachen Klimaschutz bekamen die Iserlohner bei Besuchen der örtlichen Fernwärmeerzeugung sowie des U.S. Bank Stadium in Minneapolis, Heimat des American Football Clubs Minnesota Vikings. Letzteres wurde im vergangenen Jahr unter Nachhaltigkeitsaspekten komplett neu errichtet, wobei rund achtzig Prozent der Materialen des alten Stadions wieder verbaut wurden. Herausgestellt wurde auch ein besonderes Abfallkonzept, das auf Mülltrennung und Recycling setzt. Genauso interessant war der Besuch einer Grundschule in Elk River, die ebenfalls unter besonderen Nachhaltigkeitskriterien, dem US Amerikanischen LEED-Standard, errichtet worden war. Die Vertreter der Stadt Elk River konnten berichten, dass Familien sogar einen Umzug in Kauf nehmen, damit ihre Kinder diese Schule mit den großen Fenstern und der lernfreundlichen Atmosphäre besuchen können. Ein weiteres Ziel sehen die Vertreter von Elk River darin, Fuß- und Radwege auszubauen und mehr Menschen innerörtlich zu bewegen, auf das Autofahren zu verzichten. Gesehene Beispiele aus Iserlohn wie der Lenneradweg können hier als Vorbild dienen.

Iserlohn und Elk River bleiben auch nach dem diesjährigen Besuch weiter in engem Kontakt. Durch regelmäßige Videokonferenzen werden Fakten besprochen und Projekte weiterentwickelt. Ein nächstes Treffen der Delegationen sowohl in NRW als auch in Minneapolis ist als Projektabschluss in 2018 geplant.   

Finanziert wird das Projekt durch das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des Transatlantikprogramms.

 

 



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Iserlohner besuchen Klima-Partnerstadt in Minnesota
Von links: Thomas Armoneit (Stadtwerke Iserlohn), Ulrike Badziura (Stadt Iserlohn), Amanda Bednar (Elk River Environmental Coordinator), Tom Sagstetter (Elk River Municipal Utilities Conservation Manager) und Cal Portner (Elk River City Administrator). © Sophia Khori / Star News Elk River

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