30. November 2017.
Nur über die lebensrettende Notrufnummer 112 erhält man bei Unfällen, Bränden oder medizinischen Notlagen schnelle und qualifizierte Hilfe. In Stadt und Landkreis Kassel gehen die Notrufe bei der Leitstelle der Feuerwehr Kassel ein. „Die Disponenten unserer Leitstelle sind bestens ausgebildet, um bei medizinischen Notfällen, Unfällen und Bränden schnelle Hilfe der Feuerwehr und des Rettungsdienstes zu organisieren“, erklärt Kassels Brandschutzdezernent Dirk Stochla. Er reagiert damit auf einen Artikel in der Hessische/Niedersächsische Allgemeine. Dort heißt es unter der Überschrift „Neue App soll im Notfall schneller als die Rettungskräfte sein“, dass eine kostenlose App „CrowdProtect“ schnelle Hilfe verspreche. „Solche Apps bieten keine Gewähr für schnelle und professionelle Hilfe. Im Ernstfall würden Sie wertvolle und mitunter lebensrettende Minuten verlieren“, warnt Stochla. „Rufen Sie in einem Notfall immer sofort die 112 an!“
In der Leitstelle der Feuerwehr Kassel wird der Notruf in der Regel fünf bis 20 Sekunden nach dem ersten Klingeln von einem der Einsatzsachbearbeiter entgegengenommen. Dieser erfragt vom Anrufer, was und wo passiert ist, und gibt Hinweise für die Erste Hilfe oder wie man sich vor den Flammen in Sicherheit bringen kann. Dann alarmiert er die erforderlichen Rettungs- und Notarztfahrzeuge oder die Feuerwehr, die bereits kurz darauf ausrücken und nach wenigen Minuten am Notfallort eintreffen.
Wer einen Notruf absetzt, sollte sich an die fünf "W-Fragen" halten:
Bei großen und unübersichtlichen Gebäuden oder bei Notfällen im Gelände kann es hilfreich sein, die Rettungskräfte an oder in der Nähe der Einsatzstelle zu erwarten und diesen den Weg zum Unglücks- oder Brandort zu erklären. Dadurch können die Rettungskräfte den betroffenen Personen schneller zur Hilfe eilen.
Man sollte keine Scheu haben, in einer Notsituation die 112 anzurufen, rät Norbert Schmitz, Leiter der Feuerwehr Kassel. „Uns ist es lieber, dass wir einmal zu viel, als einmal zu wenig alarmiert werden und dadurch Menschen zu Schaden kommen.“ Wer im guten Glauben, dass eine Notsituation vorliegt, die Feuerwehr oder den Rettungsdienst ruft, müsse keine Konsequenzen fürchten – auch dann nicht, wenn sich herausstelle, dass ein Eingreifen der Retter nicht notwendig war. „Wer den Notruf jedoch böswillig missbraucht, muss mit einem Strafverfahren rechnen“, sagt Schmitz und verweist darauf, dass alle Anrufe in der Leitstelle zurückverfolgt werden können.
Der Notruf ist grundsätzlich kostenfrei, unabhängig davon, ob man aus dem Festnetz oder mit einem Mobiltelefon anruft. Bei letzterem ist allerdings eine eingelegte SIM-Karte erforderlich. Und: der Notruf 112 ist in allen EU-Ländern die Rufnummer für die schnelle und lebensrettende Hilfe.
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