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05. Dezember 2017
Land will Stadthalle unter Denkmalschutz stellen

Braunschweig.

Das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege (NLD) hat der Stadt Braunschweig mitgeteilt, dass die Stadthalle zusammen mit dem Parkdeck am Leonhardplatz nach dem gegenwärtigen Stand der Erkenntnis und Bewertung ein Baudenkmal im Sinne des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes ist und in das Denkmalverzeichnis eingetragen werden soll. Darüber hat Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer den Bauausschuss heute in öffentlicher Sitzung informiert. Wie berichtet, hatte das NLD die Stadthalle einer entsprechenden Prüfung unterzogen. Die Stadt Braunschweig hat nun bis Ende des Jahres Gelegenheit, zu der beabsichtigten Eintragung Stellung zu beziehen.

 

Die Denkmalfähigkeit der Stadthalle gründe sich auf geschichtliche, künstlerische und städtebauliche Bedeutungen, heißt es in der Begründung des NLD. Sie sei eines der wenigen Gebäude ihrer Baugattung, das sich noch in fast unversehrtem Zustand darstelle. Es überwiege die originale Bausubstanz; der Charakter des Baus und seiner Räume sei trotz Veränderung und Modernisierung gewahrt geblieben.

 

„Die Absicht, die Stadthalle unter Denkmalschutz zu stellen, kommt für uns nicht ganz unerwartet“, erläuterte Stadtbaurat Leuer. „Die Stadthalle ist zeit- und baugeschichtlich ein für die Stadt Braunschweig wichtiges Bauwerk, ein architektonisch markanter, zeittypischer Bau der sechziger Jahre.“ Überraschend sei aber, dass das NLD den Denkmalschutz sehr weit fasse und auch auf das etwas später erst nach Eröffnung der Stadthalle geplante und gebaute Parkdeck am Leonhardplatz ausdehnen wolle. „Diese Absicht können wir nicht nachvollziehen. Aus unserer Sicht ist das Gebäude der Stadthalle ein für sich stehender Solitär und das Parkdeck kein notwendiger Bestandteil. Denkmalauflagen hinsichtlich des Parkdecks würden zudem ein funktionales Zukunftskonzept für die Stadthalle erschweren.“ Bekanntlich gibt es die Absicht eines privaten Investors, im Bereich des heutigen Parkdecks ein an die Stadthalle angegliedertes Kongresshotel zu errichten. Auch im Inneren der Stadthalle sind Veränderungen in der Raumnutzung notwendig, um beispielsweise den heutigen Anforderungen an das Tagungs- und Kongressgeschäft gerecht werden zu können (u. a. Schaffung von sogenannten „Break-Out-Räumen“).

 

Die Verwaltung wird nun eine Ergänzungsvorlage erarbeiten, die auch die wesentlichen Positionen der beabsichtigten Stellungnahme an das NLD zum Inhalt hat. Die Ergänzungsvorlage wird in der Sondersitzung des Finanz- und Personalausschusses am 12. Dezember behandelt. Am Zeitplan für die vorgeschlagene Sanierung der Stadthalle ändert sich nach Auffassung der Verwaltung derzeit nichts, sowohl was den Gremienlauf des Beschlussvorschlags betrifft als auch den Zeitplan der Sanierung, sollte der Rat am 19. Dezember einen entsprechenden Beschluss fassen.

 

 






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