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Julia Schily-Koppers (1855-1944) - Begleitausstellung zum Neujahrskonzert im Vennehof

Ausstellung geöffnet vom 05. - 14. Januar 2018 - Eintritt frei

02. Januar 2018.

Im Rahmen des Neujahrskonzertes der Musiklandschaft Westfalen, bei dem Otto Schily einen Teil des Konzertes dirigieren wird, ist ab Freitag, dem 05. Januar (bis 14. Januar) in der Stadthalle Vennehof auch eine kleine Ausstellung mit Werken von Julia Schily-Koppers (1855-1944) zu sehen. Die Malerin ist in Borken geboren und war die Großmutter von Otto Schily. Die Ausstellungseröffnung ist am Donnerstag, 04. Januar, um 17:30 Uhr.


Leben und Werk

In einer Zeit, in der Frauen ein offizielles Studium an deutschen Kunstakademien noch verwehrt war, verfolgte Julia Schily-Koppers energisch den Wunsch, die Malerei professionell zu erlernen. Nach einer „schönen, ländlichen Kinderzeit“ in der Umgebung des damaligen Hauses Koppers in der Vennestraße, absolvierte die Tochter des Juristen und späteren Landgerichtsrates Albert Koppers freilich zunächst ein Haushaltsjahr, bevor ihre Eltern eine Lehre bei dem Maler Dominik Mosler, der an der Ausmalung der Ägidii-Kirche in Münster beteiligt war, billigten. Sie setzte ihre Studien in Düsseldorf fort, wo sie gemeinsam mit weiteren weiblichen Kunststudentinnen durch Professoren der Düsseldorfer Kunstakademie unterrichtet wurde. Bereits 1878 konnte sie auf der Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste in Berlin ihre Werke zeigen, worauf die Teilnahme an zahlreichen, auch internationalen Ausstellungen folgte. Selbst nach der Heirat mit Leo Schily, zahlreichen Umzügen und als Mutter von drei Kindern gab sie die Malerei nie völlig auf und widmete sich bis ins hohe Alter vor allem der Porträtmalerei und dem Genrebild.

Ihr Leben und Werk spiegelt insbesondere die Situation jener mutigen und oft übersehenen Frauen im Klima des 19. Jahrhunderts wider, die Kunst, Liebe und Leben gleichsam ernst nahmen und dennoch auch den Weg der erst beginnenden Emanzipation ebneten. Künstlerinnen wie Paula Modersohn-Becker, Gabriele Münter oder Clara Rilke-Westhoff wurden erst geboren als Malerinnen der Generation Julia Schily-Koppers bereits erste, hart erkämpfte Ausstellungserfolge feierten, heute jedoch zumeist vergessen sind.

 

Die Ausstellung

Gezeigt wird eine Auswahl mit Gemälden, Studien und Zeichnungen aus verschiedenen Schaffensperioden, von früher Studienzeit bis zum Spätwerk, die überwiegend aus der Sammlung des Heimatvereins Borken e.V. sowie aus Privatbesitz stammen. Bilder zu den Themen „Borken und Familie“, „Stillleben“, „Frauenbilder des 19. Jahrhunderts“ sowie erste Erfolge in Genrebild und Porträtmalerei sind zu sehen. Eine Medienstation im Ausstellungssaal führt in Leben und Werk ein.

Eine kleine Eröffnung in Anwesenheit von Otto Schily findet am Donnerstag (04. Januar 2018) um 17:30 Uhr im Mölndal Saal des Vennehofes statt.

Zu besichtigen ist die Ausstellung vom 05.-14. Januar, Dienstag - Freitag 15:00 - 18:00 Uhr, Samstag und Sonntag 10:00 -12:00 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

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Julia-Schily-Koppers_Ansicht von Borken (RGN Fotografie Reinhard G Nießing)



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