Charta für Baukultur wichtiger Meilenstein für die Stadtentwicklung Kassels

02. Januar 2018.

Nach einem zweijährigen Arbeitsprozess hat die Kasseler Stadtverordnetenversammlung am 11. Dezember 2017 die Charta für Baukultur Kassel beschlossen. Stadtbaurat Nolda freut sich, dass der Beschluss auf gemeinsamen Antrag der Fraktionen SPD, CDU, B90/Grüne und Freie Wähler + Piraten und der Stadtverordneten Dr. Janusch und Ernst gefasst wurde: „Die breite Zustimmung signalisiert die Wertschätzung guter Baukultur in unserer Stadt. Mit dem Beschluss wird die gemeinsame Arbeit ehrenamtlich engagierter Menschen zu einem Abschluss gebracht, der gleichzeitig den Beginn eines aufmerksameren Umgangs mit der baulich- räumlichen Gestaltung unserer Stadt einleitet.“

 

Die Charta für Baukultur stellt für die Stadt Kassel die Selbstverpflichtung dar, künftig bei eigenen Bauvorhaben, aber auch bei für das Stadtbild prägenden Gebäuden, besondere Sorgfalt auf die Gestaltung der baulich-räumlichen Entwicklung Kassels zu legen. Baukultur beschreibt dabei die Art und Weise, wie Prozesse der Entscheidungsfindung gestaltet werden und welche Methoden der Kommunikation zum Einsatz kommen, um Qualitätsverbesserungen an einzelnen Gebäuden und dem Stadtraum zu erzielen. Insbesondere soll der öffentliche Dialog künftig eine größere Rolle einnehmen, weil dadurch Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen ermöglicht wird.

 

Die Charta für Baukultur formuliert fünf Leitziele, die aus der Eigenart Kassels abgeleitet sind und an denen sich die Stadtentwicklung orientieren soll. So sollen die Vielfalt und Eigenheiten der einzelnen Stadtteile unterstützt werden, die Innenentwicklung Kassels weiterhin wichtige Aufgabe sein, der Landschaftsbezug erhalten bleiben und die Kommunikation gestärkt werden. Die Charta zeigt ein Instrumentarium von Methoden auf, mit denen eine hohe Qualität von Bauten und ein besseres Verstehen von baulichen Prozessen erzielt werden kann.

 

Eine Stadt mit der Lebensqualität Kassels braucht eine gute Baukultur. Sie stärkt die Identifizierung der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt und hat als wichtiger Standortfaktor großen Einfluss auf Wirtschaft und Tourismus. Die Pflege und Weiterentwicklung eines qualitätsvollen Stadtraums braucht die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Stadtverwaltung und Politik stehen in der Verantwortung, diesen Prozess zu fördern und zu begleiten.

 

„Diese Kasseler Charta der Baukultur ist ein bedeutender Meilenstein für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Förderung von Baukultur stark gemacht haben und damit zeigen, dass eine qualitätsvolle gebaute Umwelt in Kassel von öffentlichem Interesse ist“, so Stadtbaurat Nolda. Immer seien es die Menschen, die „ihre Stadt“ gestalten: Durch ihr Engagement, ihre Entscheidungen, ihre Investitionen und auch durch ihren Widerstand gegen geplante Entwicklungen bestimmen sie die Gestalt ihrer Stadt. „Es begeistert mich, dass es in Kassel sehr viele Menschen gibt, die sich dieser Verantwortung bewusst sind und viele, die so entschieden an der Entstehung Charta für Baukultur mitgearbeitet haben. Die Charta bildet nun die Basis dafür, kommende Prozesse in hoher Verfahrens- und Kommunikationsqualität durchzuführen, zum Diskurs anzuregen und zu guten gebauten Ergebnissen beizutragen.“

 

Die Charta für Baukultur kann im Internet unter der unten aufgeführten Adresse abgerufen werden:

 

http://www.stadt-kassel.de/imperia/md/content/cms01/projekte/charta_der_baukultur_bf.pdf

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