16. Januar 2018.
Der Komponist und Lieddichter Johann Walter (1496 bis 1570) steht im Mittelpunkt eines Vortragsabends mit Musik am Dienstag, 23. Januar, ab 19 Uhr im Konzertsaal der Musikakademie.
Der Freund und musikalische Mitarbeiter Luthers ist für die Entwicklung der evangelischen Kirchenmusik, aber auch der bürgerlichen Musikkultur in Deutschland, wie wir sie heute kennen, von entscheidender Bedeutung. Der Abend zeichnet Walters Weg vom Bassisten in der Hofkapelle der sächsischen Kurfürsten über den Stadtkantor von Torgau zum Dresdner Hofkapellmeister ebenso nach wie sein Bestreben, die Anliegen der Reformation oder das Musikverständnis Luthers musikalisch umzusetzen.
Durch den Abend führt Pfarrer im Ruhestand Wilhelm Schmidt, dessen private Sammlung „Luther und seine Zeit im Bild“ noch bis Ende Februar im Konzertsaal zu sehen ist. Das Vokalensemble der Musikakademie unter Leitung von Thomas Pieper übernimmt die musikalische Gestaltung.
Der Eintritt zur Veranstaltung beträgt acht Euro. Einen ermäßigten Eintritt zu sechs Euro erhalten Schülerinnen und Schüler, Studierende, ALG-II-Empfänger oder Schwerbehinderte gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises. Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr zahlen vier Euro.
Kartenverkauf erfolgt an der Abendkasse. Telefonisch können Karten bei der Musikakademie unter 05 61/7 87-41 80, per Fax unter 05 61/7 87-41 88 oder per E-Mail musikakademie@kassel.de vorbestellt werden.
Hintergrund:
Themenschwerpunkte der Veranstaltungen der Musikakademie im Wintersemester 2017/18 sind Luther und das Reformationsjubiläum. Wilhelm Schmidt, Pfarrer im Ruhestand, selbst Mitglied der Fördergesellschaft präsentiert seit Oktober in der Musikakademie seine umfangreiche Luthersammlung: Originalgemälde und Stiche, Liederbücher, Skulpturen sowie Alltagsgegenstände der Zeit. Sie beleuchten Luthers Werdegang und seine eigene Wirkungsgeschichte wie die der von ihm maßgeblich angestoßenen reformatorischen Bewegung in Europa.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Lutherverehrung des 16. bis 19. Jahrhunderts. Sie spiegelt sich in Flugschriften, Urkunden, Skulpturen und Gegenstände des kirchlichen und bürgerlichen Alltags.
Die von Wilhelm Schmidt selbst konzipierten Schautafeln und anschaulichen Objektbeschriftungen führen die Besucherinnen und Besucher zurück an die Zeitenwende vom Mittelalter zur Neuzeit. Die Ereignisse im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts prägten das kirchliche wie das alltägliche Leben weitaus mehr, als es vielen heute bewusst ist.
Die Ausstellung zeigt auch Luthers Bedeutung für die Entwicklung nicht nur der Kirchenmusik. Dabei verschweigt sie keineswegs die Schattenseiten Luthers - zum Beispiel seine Haltung in Fragen religiöser Toleranz den Juden und Jüdinnen gegenüber, die, aus heutiger Sicht betrachtet, leider als ganz den Vorstellungen der Zeit verhaftet wahrgenommen werden müssen. Außerdem spürt die Ausstellung dem Wandel des Bildes nach, das sich Anhänger wie Gegner Luthers zu seinen Lebzeiten oder später vom Reformator machten. Beleuchtet wird darüber hinaus ebenfalls Luthers Bedeutung für das Miteinander der Konfessionen im heutigen Deutschland.
Die Ausstellung ist noch bis Freitag, 23. Februar, während der öffentlichen Veranstaltungen (in der Regel montags bis donnerstags, 18.30 bis 21 Uhr) sowie nach Anmeldung beim Hausdienst der Musikakademie (Telefon 05 61/7 87-41 82) zu sehen. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Für den Besuch einer Veranstaltung der Musikakademie ist der jeweils gültige Eintrittspreis zu entrichten.
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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Susanne Albert
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Objekt der aktuellen Ausstellung „Luther und seine Zeit im Bild“
Objekt der aktuellen Ausstellung „Luther und seine Zeit im Bild“
Pfarrer im Ruhestand Wilhelm Schmidt
Pfarrer im Ruhestand Wilhelm Schmidt
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